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Russland setzt verstärkt auf Jet-Drohnen - von Ukraine "nicht mehr einholbar"

Über dem Zentrum von Kyjiw steigt Rauch auf: Am Donnerstag, dem zweiten Juli 2026, greift Russland die ukrainische Hauptstadt an.
Über dem Stadtzentrum von Kyjiw steigt Rauch auf, nachdem russische Raketen die ukrainische Hauptstadt am Donnerstag, 2. Juli 2026, getroffen haben. Copyright  AP Photo
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Von Sasha Vakulina
Zuerst veröffentlicht am
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Innerhalb weniger Stunden starten Hunderte Angriffsdrohnen und prägen Russlands Luftangriffe auf die Ukraine. Moskau setzt dabei zunehmend auf Jet-Drohnen, die deutlich schwerer abzufangen sind.

Russland setzt bei seinen Massenangriffen immer häufiger düsengetriebene Drohnen ein. Moskau spekuliert dabei darauf, dass die Flugabwehrraketen der Ukraine zur Abwehr dieser Ziele nur begrenzt vorhanden sind.

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Nach Angaben des Sprechers der ukrainischen Luftwaffe, Oberst Jurij Ihnat, setzt Moskau diese Düsen-Drohnen inzwischen "praktisch rund um die Uhr" ein – zusätzlich zu anderen Kamikaze-Drohnen (UAVs).

Sie erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 500 km/h und sind damit schneller als die ukrainischen Abfangdrohnen. "Diese Drohnen sind für unsere Abfangdrohnen, die höchstens 300 km/h erreichen, nicht mehr einholbar", so Ihnat.

"Das bedeutet, dass mobile Feuergruppen und Anti-Drohnen-Abfangsysteme nicht mehr ausreichen", fügte er hinzu. "Wir müssen Raketen einsetzen, und genau das tun die Luftwaffe und andere Einheiten der Verteidigungskräfte."

Düsen-Drohnen: Was steckt dahinter?

"Der Feind verändert ständig seine Taktik beim Einsatz von UAVs, erhöht ihre Zahl und verbessert ihre Qualität. Der Aggressor will den Anteil der düsengetriebenen Angriffs­drohnen auf 50 Prozent steigern", erklärte der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, Anfang Juni.

Syrskyj betonte, dass Moskau es der ukrainischen Luftverteidigung tatsächlich immer schwerer mache, "wirksam zu reagieren". Bis vor Kurzem hat die Ukraine den Großteil der russischen Shahed-Drohnen und anderer Flugkörper mit Abfangsystemen ausgeschaltet.

Nachdem Russland eine eigene Produktion von Shahed-Typ-Drohnen unter der Bezeichnung Geran aufgebaut hatte, konzentrierte sich Moskau auf ihre Weiterentwicklung.

Im September 2025 veröffentlichte der ukrainische Militärgeheimdienst HUR neue Einzelheiten zur Geran-3, einer schnelleren und weiterentwickelten Version der Geran-2.

HUR erklärte, die Geran-3 sei im Unterschied zur propellergetriebenen Geran-2 mit einem Turbojet-Triebwerk ausgerüstet. Dadurch könne die Drohne bis zu 370 km/h erreichen und habe eine Reichweite von 1.000 km. Die Waffe ist mit Sprengstoff gefüllt und detoniert beim Aufschlag, nachdem sie auf ihr Ziel herabgestoßen ist.

Nur wenige Monate später, im Januar 2026, meldete HUR, dass die russischen Streitkräfte erstmals eine neue Angriffs­drohne des Typs Geran-5 gegen die Ukraine eingesetzt haben.

Russland hat Geran-Drohne mit Jet-Triebwerk ausgestattet

Nach Angaben des Dienstes liefert das Telefly-Düsentriebwerk mehr Schub als das Triebwerk der Geran-3.

Die neue Drohne ist rund sechs Meter lang und hat eine Spannweite von 5,5 Metern. Anders als die übrigen Geran-Modelle, die auf iranischen Shahed-Drohnen basieren, ist die Geran-5 in klassischer aerodynamischer Konfiguration gebaut.

Weitere Merkmale ähneln den früheren Modellen der Reihe. Dazu gehören das Zwölfkanal-Satellitennavigationssystem Cometa sowie ein Tracker auf Basis des Mikrocomputers Raspberry Pi und von 3G/4G-Modems, erklärte HUR.

Die Drohne kann einen Gefechtskopf von 90 Kilogramm tragen und soll eine Reichweite von fast 1.000 km haben. Damit könnte sie jeden Punkt in der Ukraine erreichen.

Nach Einschätzung von HUR prüfte Russland, Angriffsflugzeuge wie die Su-25 mit Geran-5-Drohnen zu bestücken, um deren Reichweite zu erhöhen.

Die Ukraine muss trotz begrenzter Bestände ihre hoch geschätzten Luftabwehrraketen einsetzen, um diese düsengetriebenen Bedrohungen zu neutralisieren und abzuschießen. Die Abschussquote bleibt dennoch hoch und liegt konstant bei mehr als 90 Prozent.

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