Belgien führt ab dem 1. Mai 2027 eine Straßenmaut für Pkw ein. Die neue Vignette gilt auch für ausländische Autofahrer – und damit für viele Urlauber und Durchreisende.
Belgiens drei Regionen haben am Freitag angekündigt, ab dem 1. Mai 2027 eine Straßenmaut einzuführen, die auch für ausländische Autofahrer gilt.
Bislang sind die belgischen Autobahnen für Pkw weitgehend mautfrei. Über die Einführung einer Maut wird jedoch bereits seit Jahren diskutiert.
„Alle, die unsere Straßen nutzen, müssen sich fair an ihrer Instandhaltung beteiligen“, erklärte der Verkehrsminister der südlichen Region Wallonie, François Desquesnes.
Ab dem 1. Mai 2027 müssen Fahrzeughalter ihr Auto registrieren und die Straßenmaut entrichten. Für Durchreisende sollen Tagesvignetten angeboten werden.
Eine Jahresvignette für emissionsfreie Fahrzeuge soll 90 Euro kosten. Für Fahrzeuge mit höheren Emissionen sind bis zu 125 Euro vorgesehen.
Straßenkameras sollen Fahrzeuge ohne gültige Vignette erfassen. In diesem Fall wird ein Bußgeld von 70 Euro fällig.
In Belgien sind die Regionen für den Bau und die Instandhaltung der Straßen und Autobahnen zuständig.
Die Einnahmen aus der Maut sollen in den Betrieb und die Instandhaltung des Straßennetzes fließen.
Bevor die Regelung in Kraft treten kann, muss sie noch von den drei Regionen sowie den zuständigen europäischen Behörden endgültig genehmigt werden.
Nach Angaben des Vorsitzenden der liberal-konservativen Partei MR plant die Regierung, die neue Abgabe durch die Senkung anderer Steuern für belgische Bürgerinnen und Bürger auszugleichen.