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Trotz tödlicher Schüsse: Trump hält an ICE-Verkehrskontrollen fest

Demonstration vor einer ICE-Einrichtung in Scarborough, einen Tag nach den tödlichen Schüssen auf einen Kolumbianer, Maine, 14. Juli
Demonstration vor einer ICE-Einrichtung in Scarborough, einen Tag nach den tödlichen Schüssen auf einen Kolumbianer, Maine, 14. Juli Copyright  AP Photo
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Von Euronews
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Seit Beginn von Donald Trumps großangelegter Abschiebekampagne sind mindestens zehn Menschen bei Einsätzen der ICE-Einwanderungsbehörde ums Leben gekommen, darunter vier bei Fahrzeugkontrollen.

US-Präsident Donald Trump fordert, dass die Einwanderungs- und Zollbehörde ICE ihre Verkehrskontrollen fortsetzt - trotz der tödlichen Schüsse, die es dabei gab, erst jüngst im Bundesstaat Maine wieder. Damit stellt er sich offenbar gegen eine neue Weisung, die solche Einsätze stoppt.

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Auf seiner eigenen Online-Plattform schrieb Trump an diesem Mittwoch, ICE leiste "großartige Arbeit, eine Arbeit, die erledigt werden muss".

Der Präsident behauptet, Kriminelle seien unter der vorherigen demokratischen Regierung ins Land gelassen worden. Um sie wieder auszuweisen, "müssen wir stark, hart und klug sein, und wir dürfen nicht auf eines der wichtigsten und wirkungsvollsten Instrumente von ICE im Kampf gegen Verbrechen verzichten: die Verkehrskontrolle", bekräftigte er. "Wenn wir das tun, spielen wir den Kriminellen direkt in die Hände."

Medienberichten zufolge hat ICE am Dienstag den Einsatz von Verkehrskontrollen zur Festnahme von Migrantinnen und Migranten ausgesetzt. Vorausgegangen waren zwei tödliche Schusswaffeneinsätze durch ICE-Beamte.

Das Heimatschutzministerium (DHS) wies ICE-Beamte laut Wall Street Journal und weiteren Medien an, keine fahrenden Fahrzeuge mehr anzuhalten, um Insassen festzunehmen oder zu befragen.

US-Präsident Donald Trump im Oval Office des Weißen Hauses, 14. Juli 2026
US-Präsident Donald Trump im Oval Office des Weißen Hauses, 14. Juli 2026 AP Photo

Die Kursänderung folgte auf einen tödlichen Vorfall vom Montag. Dabei hatte ein ICE-Beamter im Bundesstaat Maine den Kolumbianer Joan Sebastian Guerrero in dessen Auto erschossen. Schon in der vergangenen Woche war in Houston im Bundesstaat Texas ein mexikanischer Autofahrer bei einem ICE-Einsatz tödlich getroffen worden. Die Vorfälle haben die Kritik an den Methoden der Behörde neu entfacht.

Kolumbiens Präsident Gustavo Petro, ein scharfer Kritiker von Donald Trumps hartem Vorgehen in der Migrationspolitik, bezeichnete die Tötung als "Mord an einem Kolumbianer, einem Lateinamerikaner in den Händen der US-Regierung".

"Sie haben ihn getötet, weil sie glaubten, er sei ein minderwertiges Wesen ohne Rechte", schrieb Petro auf X.

In Florida starb am Dienstag ein 28 Jahre alter Mann, nachdem ihn auf der Flucht vor Einwanderungs- und anderen Bundesbeamten ein Lastwagen erfasst hatte. Es ist der dritte derartige Todesfall innerhalb von etwa einer Woche.

US-Senatorin Susan Collins erklärte, sie habe Heimatschutzminister Markwayne Mullin aufgefordert, "alle nicht dringenden Fahrzeugkontrollen einzustellen".

John Sandweg, der während der Obama-Regierung kommissarischer ICE-Direktor war, schätzt, dass es im Zuge von Trumps hartem Durchgreifen in der Einwanderungspolitik rund 18 Schusswaffeneinsätze bei Verkehrskontrollen gegeben hat.

Die jüngsten Todesfälle haben die Kritik an den Durchsetzungspraktiken von ICE verstärkt. Schon im vergangenen Winter standen die Methoden der Behörde im Kreuzfeuer der Kritik nach den Tötungen von Alex Pretti und Renee Good im Bundesstaat Minnesota.

Weitere Quellen • AP, AFP

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