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Geheimdienste: Litauen und Lettland warnen vor Russlands Angriffen im Baltikum und Polen

Litauens Präsident Gitanas Nausėda spricht bei seiner Ankunft zum NATO-Gipfel in Ankara, Türkei, am Mittwoch, acht Juli 2026. (AP Photo/Emrah Gurel)
Litauens Präsident Gitanas Nausėda spricht bei seiner Ankunft zum NATO-Gipfel in Ankara, Türkei, am achten Juli 2026. (AP Photo/Emrah Gurel) Copyright  AP Photo
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Von Greta Ruffino mit AFP
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Mehrere NATO-Partner in Osteuropa senden Warnmeldungen - mit Verweis auf Geheimdienste: Russland teste das Bündnis aus. Der Kreml weist dies als "Schauergeschichten" zurück.

Russland plant nach Angaben der Präsidenten Litauens und Lettlands Angriffe auf kritische Infrastruktur in den baltischen Staaten und in Polen. Sie berufen sich auf Geheimdienstinformationen.

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"Wir sprechen über Energie- und Verkehrsinfrastruktur, Anlagen, deren Beschädigung das Funktionieren des gesamten Energiesystems stören könnte", sagte der litauische Präsident Gitanas Nausėda in Vilnius bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem lettischen Amtskollegen Edgars Rinkēvičs.

"Diese Planungen laufen auf höchster Ebene, faktisch in Moskau", so Nauseda.

Rinkēvičs stimmte in die Warnungen ein, Estland, Lettland, Litauen und Polen – alle Mitglieder von EU und NATO – müssten sich auf provokative Aktionen Russlands einstellen, mit denen Moskau das Beistandsversprechen des Bündnisses im Kontext seines Krieges gegen die Ukraine testen wolle.

Russland könne auch ohne einen vollständigen ukrainischen Sieg indirekt Artikel fünf und die Reaktionsmechanismen auf Ebene des Bündnisses und der Europäischen Union testen, sagte er.

Ende Juni erklärte Polens Ministerpräsident Donald Tusk auf einer Pressekonferenz, in den kommenden Wochen und Monaten seien unterschiedliche Formen der Eskalation zu erwarten. Die Lage nannte er "sehr instabil".

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk spricht am 24. Juni 2026 in Berlin auf einer Pressekonferenz. (Kay Nietfeld/dpa via AP)
Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk spricht am 24. Juni 2026 in Berlin auf einer Pressekonferenz. (Kay Nietfeld/dpa via AP) AP Photo

Vertreter der baltischen Staaten und Polens bringen Russland bereits mit mehreren Vorfällen in Verbindung, darunter Brandstiftungen, Cyberangriffe und Sabotageakte auf Bahnstrecken.

Der litauische Präsident erklärte, sein Land habe den Schutz der Verkehrs- und Energieinfrastruktur als Reaktion auf die Drohungen verstärkt.

Moskau spricht von "Schauergeschichten"

Kremlsprecher Dmitri Peskow wies die Vorwürfe zurück.

"Dies ist nur eine weitere Ladung Schauergeschichten, die die Gehirnwäsche fortsetzen und die Bevölkerung auf eine weitere Militarisierung vorbereiten soll", sagte er.

Litauen liegt an der Ostsee und grenzt an Russland sowie dessen engen Verbündeten Belarus. Seit Beginn der großangelegten Invasion im Jahr 2022 zählt das Land zu den wichtigsten Unterstützern der Ukraine.

Im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung gibt Litauen innerhalb der NATO am meisten für Sicherheit aus und der Verteidigungshaushalt macht derzeit rund 5,3 Prozent des BIP aus.

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