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EU senkt Grenzwert für "ewige Chemikalie" TFA im Trinkwasser deutlich

Logan Feeney gießt am Mittwoch, dem zehnten April 2024, in einem Labor der US-Umweltschutzbehörde in Cincinnati eine PFAS-Wasserprobe in einen Forschungsbehälter.
Logan Feeney füllt am Mittwoch, zehnten April 2024, in einem EPA-Labor in Cincinnati eine PFAS-Wasserprobe für Forschungszwecke in einen Behälter. Copyright  Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved
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Von Nathan Rennolds
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Die EU-Lebensmittelbehörde EFSA hat den als unbedenklich geltenden Tagesgrenzwert für die Ewig-Chemikalie TFA deutlich gesenkt. Neue Daten weisen auf Auswirkungen auf ein wichtiges Schilddrüsenhormon hin.

Die Lebensmittelbehörde der Europäischen Union hat den als unbedenklich geltenden Tagesgrenzwert für Trifluoressigsäure (TFA) gesenkt. Diese sogenannte "Ewig-Chemikalie" findet sich vielerorts im Trinkwasser.

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Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) teilte am Mittwoch mit, der akzeptable Tageswert sinke von 0,05 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag auf 0,014 Milligramm.

Grundlage sind neue Daten. Sie zeigen, dass TFA unter anderem den Spiegel von Thyroxin verändert – eines Hormons der Schilddrüse, das eine zentrale Rolle für die Regulation des Körpers spielt.

TFAs gehören zur Gruppe der perfluorierten und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS). Diese Stoffe heißen wegen ihrer Langlebigkeit in der Umwelt oft "Ewig-Chemikalien".

Sie kommen in vielen Produkten zum Einsatz, von Kochgeschirr und Medizinprodukten bis hin zu Rüstungsgütern und Anlagen für saubere Energien. Ihr Einsatz kann jedoch Risiken für Menschen, Umwelt und Wildtiere mit sich bringen.

Nach Angaben der EFSA kann TFA entstehen, wenn PFAS-Verbindungen zerfallen, unter anderem aus bestimmten Wirkstoffen in Pestiziden. TFA gelangt dann in Grundwasser, Böden und Nahrungspflanzen.

EU-Mitgliedstaaten müssen PFAS-Gehalte im Trinkwasser überwachen. Weitere Monitoringprogramme erfassen die Belastung von Lebensmitteln.

Die EFSA untersucht gemeinsam mit der Europäischen Chemikalienagentur weiter, wie PFAS zu TFA abgebaut werden und wie sich TFA in Böden und Gewässern verhält. Die Behörden wollen ihre Bewertung bis zum kommenden Sommer abschließen.

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