Loader
Finden Sie uns
Werbung

Nach Spahn-Rücktritt: Thorsten Frei soll Nachfolger werden

Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, trifft zur Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt in Berlin ein, Mittwoch, 22. April 2026.
Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, trifft zur Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt in Berlin ein, Mittwoch, 22. April 2026. Copyright  AP Photo
Copyright AP Photo
Von Nela Heidner & Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Thorsten Frei soll neuer Vorsitzender der Unionsfraktion werden. Bundeskanzler Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder haben sich Medienberichten zufolge auf den CDU-Politiker verständigt.

Bereits seit dem Wochenende galt Thorsten Frei als aussichtsreichster Kandidat – nun ist die Entscheidung gefallen: Der bisherige Chef des Bundeskanzleramts soll neuer Vorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag werden. Darauf haben sich Bundeskanzler Friedrich Merz und CSU-Chef Markus Söder verständigt, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Unionskreisen erfuhr.

WERBUNG
WERBUNG

Demnach haben sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und CSU-Chef Markus Söder auf Frei als Nachfolger verständigt. Der 52-Jährige soll dem Fraktionsvorstand noch am Mittwoch vorgeschlagen werden.

Die Wahl durch die Unionsfraktion ist für kommende Woche in einer Sondersitzung vorgesehen.

Wer Frei an der Spitze des Bundeskanzleramts nachfolgen wird, ist noch offen. Merz hatte im ZDF-„Sommerinterview“ bereits angedeutet, dass die Nachbesetzung auch Anlass für eine Kabinettsumbildung sein könnte.

Frei bringt Erfahrung aus der Fraktionsführung mit: In der vergangenen Legislaturperiode war er Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion unter dem damaligen Fraktionschef und Oppositionsführer Friedrich Merz. Bereits nach der Bundestagswahl 2025 galt er als Kandidat für den Fraktionsvorsitz, wechselte auf Wunsch von Merz jedoch ins Bundeskanzleramt.

Thorsten Frei stammt aus dem Schwarzwald in Baden-Württemberg. Geboren wurde er am 8. August 1973 in Bad Säckingen, aufgewachsen ist er in Donaueschingen. Der Jurist war von 2004 bis 2013 Oberbürgermeister von Donaueschingen, bevor er in den Bundestag wechselte. Dort machte er zunächst als Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion auf sich aufmerksam, ehe ihn Bundeskanzler Friedrich Merz zum Chef des Bundeskanzleramts berief.

Spahn und sein Ehemann hatten vergangene Woche bekannt gegeben, Eltern eines Sohnes geworden zu sein. Das Kind wurde von einer Leihmutter in den USA ausgetragen. Damit nutzte das Paar eine Möglichkeit, die in Deutschland verboten ist – ein Verbot, das auch die CDU bislang unterstützt hat. Der Schritt löste parteiintern Kritik aus. Am Samstag trat Spahn schließlich als Vorsitzender der Unionsfraktion zurück.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

EU akzeptiert neue US-Zölle – obwohl sie "nicht gerechtfertigt" seien

Iran warnt Bulgarien vor US-Flugzeugen – US-Armee betont Einsatzbereitschaft

Auf Bitten Macrons: Barbut bleibt Umweltministerin von Frankreich