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Evakuierungen und Notstand: Waldbrände in Frankreich und Spanien außer Kontrolle

Menschen beobachten die gewaltigen Rauchsäulen der Waldbrände in Le Porge im Westen Frankreichs, am Donnerstag, 23. Juli 2026.
In Le Porge in Westfrankreich beobachten Menschen am Donnerstag, 23. Juli 2026, gewaltige Rauchwolken aus Waldbränden. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Nathan Rennolds
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Rund 1.400 Feuerwehrleute, 1.500 Soldaten und 1.700 Sicherheitskräfte kämpfen im Südwesten Frankreichs gegen die Waldbrände, unterstützt von Löschflugzeugen.

In Südwestfrankreich haben die Behörden inzwischen mehr als 220.000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht.

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Am Samstagabend ordneten die Behörden in weiteren fünf Dörfern rund um Bordeaux Evakuierungen an. Die ausgetrocknete Landschaft und starker Wind ließen die Flammen rasch um sich greifen, erklärten örtliche Stellen.

Bis Samstagabend hatte das Feuer im Département rund 32.700 Hektar Land zerstört.

Der Brand war am Dienstag in der Gemeinde Saumos ausgebrochen. Im Laufe der Woche breitete er sich nach Südwesten in die Gebiete Le Porge und Lège-Cap-Ferret aus und drang am Wochenende nach Osten in Richtung Metropolregion Bordeaux vor.

Etwa 1.400 Feuerwehrleute, 1.500 Soldaten und 1.700 Angehörige der Sicherheitskräfte kämpfen in Südwestfrankreich gegen die Brände. Löschflugzeuge und -hubschrauber unterstützen sie aus der Luft.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte am Samstag, aus der rescEU-Flotte seien fünf Flugzeuge und zwei Hubschrauber nach Frankreich geschickt worden.

Seit Jahresbeginn sind nach Angaben der Regierung landesweit fast 100.000 Hektar verbrannt. Innenminister Laurent Nuñez spricht von einem „historischen Rekord“.

Waldbrände wüten auch in den Départements Landes, Var und Hautes-Alpes.

Rauch und Flammen steigen auf, ein Waldbrand breitet sich nahe La Adrada in der Provinz Ávila in Spanien am Freitag, dem 24. Juli 2026 aus.
Rauch und Flammen steigen auf, ein Waldbrand breitet sich nahe La Adrada in der Provinz Ávila in Spanien am Freitag, dem 24. Juli 2026 aus. Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.

Spanien

In Spanien brennen weiterhin Waldbrände im Großraum Madrid und in der Provinz Ávila.

Die spanische Regierung hat wegen der Lage in den zwei Regionen den nationalen Notstand ausgerufen. Dort wurden rund 100.000 Menschen evakuiert.

Nach Angaben des Innenministeriums stellt der Katastrophenschutz der EU mehrere Mittel bereit, um die Löscharbeiten zu unterstützen.

Italien hat 14 Einsatzkräfte und zwei Canadair-Maschinen entsandt, Portugal schickte 129 Kräfte und 41 Unterstützungsfahrzeuge. Griechenland stellt zusätzlich 33 Einsatzkräfte, zwei Canadair-Maschinen und ein Unterstützungsflugzeug zur Verfügung.

Francisco Martín Aguirre, der Vertreter der spanischen Regierung in der Autonomen Gemeinschaft Madrid, sagte, die nächsten Stunden seien „entscheidend“.

„Wir werden große Anstrengungen unternehmen, um die verschiedenen Einrichtungen, Wohnhäuser und Siedlungen in diesem Gebiet zu schützen, in dem wir seit vielen Stunden arbeiten“, sagte Aguirre gegenüber lokalen Medien.

Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez erklärte am Samstag vor Journalisten, vorrangig gelte es nun, „Leben zu schützen, Gemeinden zu sichern und die Brände zu bekämpfen“.

Alle staatlichen Ebenen arbeiten zusammen, um Kräfte zu bündeln, eine wirksame Antwort zu organisieren und den Evakuierten zu helfen, sagte Sánchez. Die betroffenen Gebiete sollen auch während des Wiederaufbaus staatliche Unterstützung erhalten.

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