Loader
Finden Sie uns
Werbung

Erste britische Super-Uni: Hochschul-Bündnis gegen knappe Kassen

Studierende vor einem Gebäude der University of Kent in Canterbury, Kent, England, Montag, 16. März 2026.
Studierende vor einem Gebäude der University of Kent in Canterbury, Grafschaft Kent, England, am Montag, 16. März 2026. Copyright  PA
Copyright PA
Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Die Fusion erfolgt in einer Phase wachsender finanzieller Belastungen für britische Universitäten. Darunter sind einige der weltweit angesehensten Hochschulen.

Die University of Greenwich in London und die University of Kent im Südosten Englands haben am Montag mitgeteilt, ihre Fusion abgeschlossen sei. Durch den Zusammenschluss entstand die neue „London and South East University Group“, kurz LASE. In einer Stellungnahme war von der ersten "Super-Universität" des Landes die Rede.

WERBUNG
WERBUNG

50.000 Studierende - und offen für weitere Partner

Die neue Gruppe ist so angelegt, dass künftig weitere Universitäten integriert werden können. Sie wird mehr als 50.000 Studierende haben und damit zur drittgrößten Universität des Landes.

Die beiden Universitäten treten weiterhin unter ihren eigenen Namen auf und behalten getrennte Fachbereiche. Studieninteressierte bewerben sich, studieren und schließen ihr Studium an der Einrichtung ihrer Wahl ab. Der Verbund LASE erhält eine eigene Kanzlerin oder einen eigenen Kanzler, ein Aufsichtsgremium und ein Führungsteam.

Die offizielle Gründung des LASE-Verbunds ist für den 7. September geplant. An diesem Tag sind Veranstaltungen auf allen vier Standorten vorgesehen: Greenwich, Avery Hill, Medway und Canterbury.

Ehrgeiziger Zeitplan

In einer Mitteilung versprach Professorin Jane Harrington, Gründungs-Vizekanzlerin und Geschäftsführerin von LASE, einen „wirklich spektakulären Start“. Weitere Einzelheiten sollen zum Termin bekanntgegeben werden.

„Ein riesiges Dankeschön an alle, die uns bis zu diesem Punkt gebracht haben – im vergangenen Jahr wurde unter einem ehrgeizigen Zeitplan unermüdlich gearbeitet und ein neues Universitätsmodell entwickelt, das es so noch nie gegeben hat“, sagte Harrington.

Damit gelingt uns ein reibungsvoller Übergang, wir starten mit einem äußerst starken Führungsteam und einer klaren Ausrichtung. So können wir unser Potenzial als erste Super-Universität des Vereinigten Königreichs ausschöpfen.
Jane Harrington
Gründungs-Vizekanzlerin und Geschäftsführerin von LASE

Der Zusammenschluss erfolgt in einer Phase wachsender wirtschaftlicher Belastungen für britische Hochschulen, darunter einige der weltweit angesehensten Universitäten.

Hochschulen stehen vor großen Herausforderungen

Im Mai warnten Abgeordnete des Bildungsausschusses, die Hochschulen im Vereinigten Königreich stünden unter erheblichem finanziellen Druck und es bestehe die Gefahr, dass eine große Universität schließen müsse.

„Der Hochschulsektor in England steckt in einer Finanzkrise, die inzwischen ein reales Risiko für die Zahlungsfähigkeit einzelner Einrichtungen darstellt“, heißt es im Bericht des Ausschusses.

„Wir haben eindrückliche Hinweise erhalten, dass ohne rasches und abgestimmtes Handeln die Schließung einer Universität klar möglich ist“, heißt es weiter. „Die Folgen wären gravierend – nicht nur für Studierende und Beschäftigte, sondern auch für die lokale Wirtschaft, die Gemeinden und den internationalen Ruf der britischen Wissenschaft.“

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Erdoğan lässt geschlossene Elite-Uni nach Protesten wieder öffnen

Proteste an Zentraluniversität in Venezuela nach Tod von Häftlingen

Schock-Video: Russische Drohne jagt Zivilisten auf Markt in Cherson