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Süditalien: Neues Beben der Stärke 3,0 in der Nähe von Neapel

Schäden nach dem Beben vom 31. Juli mit Stärke 4,7
Die Schäden nach dem Beben vom 31. Juli mit Stärke 4,7 Copyright  AP Photo
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Von Euronews Roma
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In der Nacht zu Montag hat ein neues Schwarmbeben die Region der Campi Flegrei erschüttert, der stärkste Erdstoß hatte Stärke drei. Das Vesuv-Observatorium meldet indes ein vorläufiges Ende der Beben.

In der Nacht zu Montag hat die Bevölkerung in Pozzuoli ein neues Erdbeben der Stärke 3,0 gespürt. Das Hypozentrum lag in rund 4 Kilometern Tiefe, das Epizentrum im Bereich der Via Fascione in der Stadt.

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Die Gegend der Campi Flegrei, die bereits am 31. Juli erschüttert wurde, erlebte ein neues seismisches Schwarmereignis, das nach bisherigen Erkenntnissen inzwischen abgeklungen ist, wie es in einer Mitteilung der Stadt Pozzuoli heißt.

Die Campi Flegrei, auf Deutsch Phlegräische Felder, sind ein weitläufiges Vulkangebiet westlich von Neapel. In dem dicht besiedelten Gebiet leben rund eine halbe Million Menschen. Es handelt sich nicht um einen einzelnen Vulkan, sondern um eine große vulkanische Caldera mit zahlreichen Kratern und vulkanischen Erscheinungen. Das Gebiet erstreckt sich vor allem rund um die Stadt Pozzuoli und reicht bis in den Golf von Pozzuoli. Die Phlegräischen Felder sind für ihre vulkanische Aktivität, Fumarolen und heißen Quellen bekannt. Zudem kommt es dort immer wieder zu Erdbebenschwärmen und zum sogenannten Bradyseismus, also langsamen Hebungen und Senkungen des Bodens.

Der letzte große Ausbruch ereignete sich 1538, als der Monte Nuovo bei Pozzuoli entstand.

Pozzuoli nach Beben der Stärke 4,7: Lage bleibt kritisch

In Pozzuoli selbst, einer Stadt, die zur Metropolregion Neapel gehört, bleibt die Lage weiter angespannt. Nach der Erschütterung vom 31. Juli haben Einsatzkräfte 1400 Maßnahmen zur Sicherung von Gebäuden durchgeführt; 199 wurden geräumt, 974 mussten die Bewohner verlassen, so die jüngsten Angaben der Feuerwehr.

Insgesamt sind 831 Haushalte von Räumungs- oder Betretungsverboten betroffen, insgesamt 2172 Menschen. Sie wohnen vorübergehend in eigenen Unterkünften oder in Hotels.

In der vergangenen Woche gingen die Einwohner der Stadt auf die Straße, um gegen den Umgang der Behörden mit der Krise zu protestieren.

Viele Menschen sind weiterhin ohne Wohnung. Ein dauerhaftes Zentrum zur Koordinierung des Notfalls gibt es nicht – obwohl das hohe seismische Risiko der Region seit Langem bekannt ist. Auch die Versorgung mit Wasser und Energie bleibt schwierig.

Die Feuerwehr meldet eine leichte Entspannung der Lage vor Ort. Drei große Tankwagen stehen für die Verteilung von nicht trinkbarem Wasser bereit, und die Zahl der noch offenen Einsätze geht zurück.

Die Proteste richten sich besonders gegen das Instrument Cas, den Beitrag zur autonomen Unterbringung. Viele Betroffene halten ihn für unzureichend, um für alle Evakuierten eine angemessene Wohnung zu finden.

„Nach dem Erdbeben und den Räumungen entsteht in den Campi Flegrei eine weitere Notlage, die vor allem die verletzlichsten Familien treffen könnte, nämlich die bei den Mieten. Derzeit erreichen uns Hinweise auf Mietforderungen, die in einigen Fällen sogar verdoppelt oder vervierfacht werden im Vergleich zu den üblichen Marktpreisen“, kritisierte Assocasa, die Mietergewerkschaft.

Die Gewerkschaft richtete einen Appell an die Behörden und die Immobilieneigentümer in Pozzuoli. Sie schlägt Mietverträge mit vereinbartem Mietzins sowie zusätzliche Vergünstigungen vor, um die Bewohner in der Notlage zu unterstützen.

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