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Ceuta: Migrant wegen sexueller Nötigung festgenommen – Krätzefälle bei Beamten

Eine Gruppe Migrantinnen und Migranten überquert von Marokko nach Spanien, an einem Strand von Ceuta, 19. August 2026
Eine Gruppe Migranten, die von Marokko nach Spanien gelangt ist, an einem Strand von Ceuta am 19. August 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. (Foto AP/Antonio Sempere)
Copyright Copyright 2026 The Associated Press. (Foto AP/Antonio Sempere)
Von Escarlata Sánchez
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Die Guardia Civil hat einen Marokkaner wegen eines Übergriffs gegen eine 22-jährige Migrantin am Strand Calamocarro festgenommen. Es gab zudem erste Krätze-Fälle bei Beamten. Die spanische Polizeigewerkschaft fordert von der Regierung eine hygienische Grundausrüstung für die Beamten vor Ort.

In Spanien hat die Guardia Civil einen Marokkaner festgenommen, der Ende des vergangenen Monats in Ceuta eingetroffen ist. Ihm wird eine mutmaßliche sexuelle Aggression gegen eine 22-jährige Migrantin vorgeworfen. Der Vorfall ereignete sich am Strand von Calamocarro nahe El Trampolín, einem weiteren Treffpunkt für Migranten.

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Zunächst vermuteten die Ermittler, die junge Frau könne Opfer einer Vergewaltigung geworden sein. Nach einer Untersuchung der Frau im Universitätskrankenhaus Loma Colmenar verwarfen die Ärzte diesen Verdacht. Der Mann, ein Migrant ohne gültigen Aufenthaltsstatus, wurde der Policía Nacional überstellt.

Seit Ende Juli häufen sich die Berichte über sexuelle Übergriffe unter den Migranten, die in die Stadt gekommen sind. Polizeiquellen rufen dazu auf, zwischen sexueller Aggression und Vergewaltigung zu unterscheiden.

Spanien hat in Ceuta die Präsenz von Beamten der Policía Nacional mit Spezialisierung auf Menschenhandel verstärkt. Grund ist das Risiko einer sexuellen Ausbeutung einiger der Minderjährigen, die in die autonome Stadt gelangt sind. Bislang ist kein Fall bekannt geworden, doch die Behörden schließen diese Möglichkeit weiterhin nicht aus.

Polizeigewerkschaft: Regierung soll für grundsätzlichen Gesundheitsschutz sorgen

Die spanische Polizeigewerkschaft Asociación Unificada de Guardias Civiles (AUGC) hat am Freitag offiziell den ersten Fall von Krätze unter den seit dem 30. Juli in Ceuta eingesetzten Guardia-Civil-Angehörigen bestätigt. Die Vereinigung fordert vorbeugende Maßnahmen, um weitere Ansteckungen zu verhindern, und erinnert daran, dass sie der Generaldirektion der Guardia Civil bereits zuvor Mängel beim Gesundheitsschutz gemeldet hatte.

In einem Schreiben wies die AUGC auf das Risiko hin, dem die Einsatzkräfte bei den Aufgaben der Eindämmung, Identifizierung, Bewachung, Verlegung und Betreuung der nach Ceuta gekommenen Menschen ausgesetzt sind. Die Vereinigung warnt in dem Schreiben vor einer möglichen Gefährdung durch verschiedene biologische Erreger, darunter Krätze und andere Ektoparasitosen, sowie Krankheiten wie Tuberkulose, Hepatitis, Meningitis und verschiedenen bakteriellen Infektionen.

Angesichts dieser Situation fordert die AUGC eine spezifische Gefährdungsbeurteilung, persönliche Schutzausrüstung und geeignete Mittel, um Hygiene sowie die Desinfektion von Fahrzeugen und Dienststellen sicherzustellen. Außerdem verlangt die Vereinigung eine verstärkte Gesundheitsüberwachung der Einsatzkräfte und ein klares Protokoll für den Fall einer möglichen Exposition.

Die AUGC warnt zudem, dass einige Beamte ihre Uniformen mit nach Hause nehmen, um sie dort zu waschen. Nach Einschätzung der Organisation erhöht dies das Risiko, Familienangehörige den genannten Erkrankungen auszusetzen. Deshalb fordert die Vereinigung grundsätzliche Maßnahmen von der spanischen Regierung, die den Schutz der Einsatzkräfte gewährleisten und mögliche Risiken für ihre Familien vermeiden.

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