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Migrationskrise in Ceuta: Mehrere Sexualdelikte, meist gegen Minderjährige

ARCHIV: Minderjährige in einer Lagerhalle, die als provisorisches Aufnahmezentrum für Migranten in der spanischen Exklave Ceuta genutzt wurde, Mai 2021
ARCHIV: Minderjährige in einer Lagerhalle, die als provisorisches Aufnahmezentrum für Migranten in der spanischen Exklave Ceuta genutzt wurde, Mai 2021 Copyright  Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Lucia Blasco
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Die Staatsanwaltschaft meldet in der spanischen Exklave Ceuta seit Beginn der Migrationskrise 16 Sexualdelikte mit 17 Opfern, die meisten Frauen, überwiegend minderjährige Migrantinnen.

Die Staatsanwaltschaft hat seit Beginn der Migrationskrise infolge des massenhaften Ansturms von Migranten Ende Juli 16 sexuelle Übergriffe mit 17 Opfern in Ceuta erfasst. Das geht aus den jüngsten Angaben der Staatsanwaltschaft der autonomen Stadt hervor.

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Unter den 17 registrierten Opfern sind 16 Frauen. Die Mehrheit davon seien Minderjährige, erklärte Generalstaatsanwältin Teresa Peramato an diesem Donnerstag bei einem Besuch in Ceuta.

Peramato kündigte außerdem an, dass die Staatsanwaltschaft mit drei aus dem spanischen Festland entsandten Staatsanwälten verstärkt werde, um die durch die Krise gestiegene Arbeitsbelastung zu bewältigen.

Die Generalstaatsanwältin wies zudem darauf hin, dass in den vergangenen Wochen mehr Straftaten gegen das Eigentum sowie Straftaten wegen Angriffs auf und Widerstands gegen Einsatzkräfte festgestellt wurden. Konkrete Zahlen zu diesen Delikten nannte die Staatsanwaltschaft jedoch nicht.

Peramato sprach den in der autonomen Stadt verbliebenen Migranten zudem ihre Solidarität aus. Sie sieht sie in "einer sehr heiklen humanitären Lage".

Die Situation spitzt sich zu. Derweil suchen die Behörden nach Alternativen, um die Belastung der Aufnahmeeinrichtungen in Ceuta nach der massenhaften Ankunft Ende Juli zu verringern.

Alternativunterkünfte für Migranten: Nutzung erst in Monaten möglich

Der Minister für Gebietspolitik und Demokratisches Gedächtnis, Ángel Víctor Torres, warnte an diesem Donnerstag, dass die von der Stadt Ceuta vorgeschlagenen Alternativflächen für die Unterbringung von Migranten erst in einigen Monaten bewohnbar wären.

Torres erläuterte vor der gemeinsamen Kommission für nationale Sicherheit im Kongress, dass einige der Einrichtungen, die er bei seinem Besuch in Ceuta besichtigt hatte, umfassend saniert werden müssten, weil es dort weder Abwasserentsorgung noch Kanalisation oder Stromnetz gibt.

Die Regierung hatte Sporthallen als mögliche Notunterkünfte vorgesehen. Der Präsident der Stadt Ceuta, Juan Jesús Vivas, lehnte deren Nutzung jedoch ab. Torres betonte, der vom Kabinett erstellte Raumkatalog sei "flexibel und veränderbar". Die Aufnahme der Sporthallen sei für Extremsituationen gedacht gewesen, ohne dass ein sofortiger Einsatz geplant war.

Der Minister bezeichnete die erste Sitzung des für das Krisenmanagement zuständigen Ausschusses als "produktiv". Nach einem weiteren Treffen an diesem Freitag sollen die Beratungen künftig wöchentlich stattfinden. "Es wird Fehler geben und wir werden Fehlentscheidungen treffen, aber das ist der Weg", sagte Torres.

Die Regierung stufte die Lage als für die nationale Sicherheit relevant ein und setzte bis Jahresende eine einheitliche Einsatzleitung ein. Torres betonte jedoch, er wolle die Fristen verkürzen, um in Ceuta schneller wieder zur Normalität zurückzukehren.

"Indem wir das Völkerrecht und die Menschenrechte verteidigen, werden wir den Menschen in Ceuta helfen, dass diese Normalität so bald wie möglich zurückkehrt", versicherte er. Ziel sei es, Abschiebungen und Rückführungen zu beschleunigen, zugleich aber die geltenden Vorschriften sowie den Schutz von Asylsuchenden und Minderjährigen zu wahren.

Unterdessen warnten mehrere NGOs in diesem Monat in Gesprächen mit Euronews vor der besonders verletzlichen Lage der minderjährigen Migranten in Ceuta. Die Kinder und Jugendlichen seien Gewalt, Menschenhandel und Ausbeutung ausgesetzt, während die Aufnahmezentren an der Grenze ihrer Kapazitäten arbeiten.

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