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Nach Drohnen-Anschlag in Leipzig: Merz plant offenbar Maßnahmen gegen Russland

Bundeskanzler Friedrich Merz während einer Pressekonferenz nach einem Treffen zum europäischen Finanzrahmen am Donnerstag, 27. August 2026, im Bundeskanzleramt in Berlin.
Bundeskanzler Friedrich Merz während einer Pressekonferenz nach einem Treffen zum europäischen Finanzrahmen am Donnerstag, 27. August 2026, im Bundeskanzleramt in Berlin. Copyright  AP Photo
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Von NH
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Nach einem vereitelten Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle bereitet die Bundesregierung offenbar eine weitreichende Reaktion vor. Im Raum stehen neue Sanktionen gegen Russland und zusätzliche Waffenlieferungen an die Ukraine.

Bundeskanzler Friedrich Merz bereitet offenbar ein umfangreiches Maßnahmenpaket gegen Russland vor.

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Hintergrund ist ein versuchter Anschlag mit einer mit Sprengstoff beladenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle Anfang August. Nach Informationen von „Welt am Sonntag“ und „Politico“ soll die Bundesregierung an einer Reihe von Maßnahmen arbeiten.

Deutschland könnte zudem neben eigenen Maßnahmen auf neue EU-Sanktionen drängen.

Verdacht gegen Russland

Die Bundesregierung hat bislang öffentlich nicht bestätigt, dass Russland hinter dem Vorfall steckt. Ein Regierungssprecher erklärte am Samstag, man beteilige sich nicht an Spekulationen. Entscheidend sei die offizielle Zuordnung nach Abschluss und Bewertung der Ermittlungen.

Am 4. August war im Sicherheitsbereich des Flughafens eine mit Sprengstoff bestückte Drohne entdeckt worden. Eine weitere Drohne soll mit einem DHL-Frachtflugzeug kollidiert sein. Später wurde zudem eine dritte Drohne mit mutmaßlichem militärischem Sprengstoff gefunden. Die Bundesanwaltschaft ermittelt derzeit wegen eines möglichen schwerwiegenden Angriffs auf die deutsche Transport- und Logistikinfrastruktur.

Merz hatte zuletzt angekündigt, die Bundesregierung werde sich „in Kürze“ zu den Erkenntnissen über die Urheber äußern und die Verantwortlichen würden für ihre Taten „bezahlen“.

"Zeitenwende 2.0“?

In Berlin ist bereits von einer möglichen „Zeitenwende 2.0“ die Rede, das stünde für eine deutliche Verschärfung des deutschen Vorgehens gegenüber Moskau.

Parallel arbeitet Brüssel bereits an einem neuen Sanktionspaket. Nach Medienberichten werden dabei Sanktionen gegen zahlreiche weitere Personen und Unternehmen geprüft. Auch die Diskussion um den Umgang mit eingefrorenem russischen Staatsvermögen liegt wieder auf dem Tisch.

Noch ist allerdings offen, welche Maßnahmen tatsächlich beschlossen werden. Ebenso steht die offizielle Zuordnung des Anschlags weiterhin aus.

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