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Neue Prioritäten: Großbritanniens Ex-Premier Keir Starmer gibt auch Unterhausmandat ab

Keir Starmer (rechts) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßen sich in Kyjiw, Ukraine, am Donnerstag, 16. Juli 2026.
Keir Starmer (rechts) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj begrüßen sich in Kyjiw, Ukraine, am Donnerstag, 16. Juli 2026. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Nathan Rennolds
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Starmer wurde im Mai 2015 zum Abgeordneten für Holborn and St Pancras gewählt. 2020 übernahm er den Vorsitz der Labour-Partei und führte sie 2024 zum überwältigenden Sieg.

Der frühere britische Premierminister Keir Starmer hat an diesem Dienstag angekündigt, sein Mandat im Unterhaus niederzulegen. Er will sich künftig auf "internationale Fragen" konzentrieren.

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In einer über soziale Netzwerke verbreiteten Erklärung schrieb der Labour-Abgeordnete für den Zentrallondoner Wahlkreis Holborn and St Pancras, es sei der "richtige Zeitpunkt", zurückzutreten und "den Stab" an eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger "weiterzugeben".

"Jetzt ist es an der Zeit, zurückzutreten und sich auf andere Themen zu konzentrieren: internationale Angelegenheiten wie Verteidigung, Sicherheit, Handel und Technologie in einer sich rasch verändernden Welt", erklärte Starmer. Dem amtierenden Premierminister Andy Burnham und dessen Regierung wolle er weiterhin seine "volle Unterstützung" geben.

Nach Starmers Rücktritt muss der Wahlkreis nun in einer Nachwahl neu besetzt werden.

Starmer vertrat den Wahlkreis seit Mai 2015. Im Jahr 2020 hatte er den Vorsitz der Labour-Partei übernommen und diese 2024 zu einem überwältigenden Sieg bei der Parlamentswahl geführt.

Als Premierminister drängte er auf engere Beziehungen zu Europa und rückte die Außenpolitik in den Mittelpunkt seiner Agenda. Kritiker warfen ihm vor, zu selten im Land präsent zu sein, und gaben ihm den Spitznamen "never here Keir".

Der ausgebildete Rechtsanwalt hatte versprochen, Großbritannien wieder ins Zentrum Europas zu rücken. Damals, als die Debatte über das Brexit-Votum von 2016 im Land erneut aufflammte, stellte er seinen Kurs als Plan gegen die Lebenshaltungskostenkrise und als Chance dar, neue Perspektiven für junge Menschen zu schaffen.

Nach verheerenden Kommunalwahlergebnissen im Mai und wachsendem Druck aus den Reihen seiner Abgeordneten trat Starmer im Juni als Vorsitzender der Labour-Partei zurück. Damit ebnete er den Weg für Burnhams Einzug in die Downing Street.

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