Loader
Finden Sie uns
Werbung

Diese EU-Länder haben die meisten kostenpflichtigen Online-Abos

In welchen EU-Ländern gibt es die meisten kostenpflichtigen Online-Abos?
Welche EU-Länder haben die meisten kostenpflichtigen Online-Abos? Copyright  Euronews
Copyright Euronews
Von Frances Lopez & Leo Arnoux
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopieren Copy to clipboard Link kopiert!

Eurostat zufolge zahlte 2025 fast jeder dritte in Europa für Online-Abos. In Nord- und Westeuropa sind sie weit verbreitet, in Teilen Osteuropas dagegen kaum.

Ob Serien-Marathon am Wochenende bei Netflix oder Live-Fußball über DAZN: Fast jede dritte Person in der Europäischen Union zahlt inzwischen ein monatliches Abo, nur um Filme, Serien oder Live-Sport im Netz zu sehen.

WERBUNG
WERBUNG

Nach neuen Daten von Eurostat hatten im Jahr 2025 32,7 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer in der EU ein kostenpflichtiges Streaming-Abonnement.

Wie oft Menschen in Europa für digitale Inhalte tatsächlich Geld ausgeben, hängt jedoch stark vom Land ab, in dem sie leben.

Bei der Auswertung nach Mitgliedstaaten zeigt sich ein deutliches geografisches Gefälle: Irland und Dänemark liegen mit großem Vorsprung vorn. In Irland zahlen 63,9 Prozent der Internetnutzenden für Video- und Sportangebote wie Amazon Prime oder Disney+, in Dänemark sind es 61,1 Prozent. Die Niederlande folgen mit 59,2 Prozent.

Am anderen Ende der Skala sinkt die Zahlungsbereitschaft für Streamingdienste deutlich.

Bulgarien verzeichnet mit nur 9,3 Prozent den niedrigsten Wert in der EU, gefolgt von Slowenien mit 13,7 Prozent, Lettland mit 16,7 Prozent und Litauen mit 17,4 Prozent. Daraus ergibt sich ein deutlicher digitaler Graben quer durch den Kontinent.

Über audiovisuelles Entertainment hinaus zeigen die Daten auch Unterschiede bei anderen Abo-Bereichen.

Audio-Plattformen für Musik-Streaming und Podcasts auf Diensten wie YouTube Premium oder Spotify kommen auf 23,0 Prozent zahlender Nutzender in der EU.

Klassische Lektüre wie Online-Nachrichtenseiten, digitale Zeitungen und Magazine liegen mit 7,2 Prozent deutlich zurück. Interaktive Cloud-Gaming-Abos wie der Xbox Game Pass bilden mit 6,1 Prozent das Schlusslicht.

Digitale Dienste prägen immer stärker den Alltag in europäischen Haushalten. Die Zahlen machen zugleich deutlich, wie zersplittert die digitale Landschaft des Kontinents ist.

Streaming-Abos: Wachsende Klagewelle in der EU

Trotz der offensichtlichen Beliebtheit in einigen Ländern geraten Abo-Dienste in der EU zuletzt verstärkt in die Kritik von Kundinnen und Kunden.

Eine niederländische Verbraucherorganisation verklagt Netflix wegen Abo-Preiserhöhungen von bis zu 75 Prozent seit 2017. Sie beziffert den möglichen Schadenersatz auf bis zu 673 Millionen Euro.

Die Klage reiht sich in ähnliche Verfahren in Europa ein. So entschied ein Gericht in Rom im April, dass die Preiserhöhungen von Netflix in Italien rechtswidrig waren. Die Plattform legt gegen das Urteil Berufung ein.

Auch mehrere Gerichte in Deutschland stellten sich in parallelen Verfahren auf die Seite der Verbraucherinnen und Verbraucher. Ein weiteres Verfahren in Spanien läuft noch, ein anderes in Österreich endete mit einem außergerichtlichen Vergleich über Entschädigungen.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Bei Istanbul prallen zwei Frachter aufeinander: Kein Kontakt zur Crew eines türkischen Schiffes

Apple folgt Google: Ontariosee heißt in Karten nun „Lake America“

Diese EU-Länder haben die meisten kostenpflichtigen Online-Abos