Über 700 mutmaßliche Kriegsrelikte aus dem Zweiten Weltkrieg sind bei Feldarbeiten in der polnischen Gemeinde Płońsk entdeckt worden, teilte die Polizei in Masowien mit.
Ein Landwirt hat den ungewöhnlichen Fund bei der Arbeit gemacht und alarmierte sofort die Polizei.
"Ein Mann, der landwirtschaftliche Arbeiten ausführte, stieß in der Erde, rund 20 Meter von Wirtschaftsgebäuden entfernt, auf gefährliche Gegenstände, die vermutlich aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs stammen“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.
Der Landwirt entdeckte die Munition am ersten September. "Zum Fundort wurden Polizisten des Patrouillen- und Interventionsdienstes sowie polizeiliche Sprengstoffexperten geschickt. Sie bestätigten, dass die Gegenstände von einem spezialisierten Kampfmittelräumdienst gesichert werden müssen“, teilte die Polizei mit.
Die polizeilichen Kampfmittelräumer entdeckten und sicherten eine große Menge an Kriegsmaterial. Es handelte sich um 271 Patronen, 109 Handgranaten, 56 Zünder, 174 Granatwerfergeschosse und 100 weitere Gegenstände – insgesamt 710 Stück.
87 Jahre nach Kriegsbeginn: Boden birgt noch immer Kriegsrelikte
Die Entdeckung erfolgte genau am 87. Jahrestag des Beginns des größten bewaffneten Konflikts der Geschichte.
Wie die Polizei erinnert: "Auch wenn seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs rund 80 Jahre vergangen sind, tauchen bei Feld-, Erd- oder Bauarbeiten noch immer ähnliche Funde auf.“ Und warnt: "Der vergangene Zeitraum bedeutet nicht, dass diese Gegenstände ungefährlich geworden sind. Blindgänger und Munitionsreste können eine ernste Gefahr für Gesundheit und Leben darstellen. Deshalb darf man sie auf keinen Fall berühren, bewegen oder versuchen, sie selbst zu sichern“, warnen die Polizistinnen und Polizisten.
"Wer auf einen Gegenstand stößt, der einem Blindgänger oder einer Munition ähnelt, soll sich in sichere Entfernung begeben, Unbeteiligte fernhalten und umgehend die Einsatzkräfte über den Notruf 112 verständigen“, heißt es weiter.