Diese Woche in der Sendung The Ring: EU-Abgeordnete streiten über die Migrationskrise in Ceuta, über Marokkos Rolle, Spaniens Reaktion und die Solidarität in der EU.
In derselben Woche, in der Ceutas Präsident Juan Jesús Vivas mit einem Hilferuf nach Brüssel reiste, kommen der tschechische Mitte-rechts-Abgeordnete Tomáš Svetechovský und die deutsche sozialdemokratische Abgeordnete Birgit Sippel zu Wort. Einen Monat nach der Ankunft von Tausenden irregulären Migranten in der spanischen Stadt geht es darum, wie die EU-Staaten mehr Solidarität zeigen könnten und was sich noch tun lässt, um Ceuta zu unterstützen.
Tomáš Svetechovský kritisierte den Umgang der spanischen Regierung mit der Krise. Sie hätte seiner Ansicht nach früher handeln und mehr Unterstützung aus Europa anfordern müssen.
„Ich finde, die spanische Regierung hat auf die Lage nicht besonders gut reagiert“, sagte er und forderte zusätzliche Unterstützung durch Polizei und Sicherheitskräfte.
Die deutsche Sozialistin Birgit Sippel verteidigte Spaniens Vorgehen und erklärte, oberste Priorität müsse europäische Solidarität haben.
„Immer wenn so etwas in einem beliebigen Land passiert, müssen wir zuerst Solidarität zeigen“, sagte sie.
Auch beim Umgang mit den unbegleiteten Minderjährigen, die noch in Ceuta sind, gingen die Meinungen auseinander. Sippel betonte, Kinder müssten im Rahmen des EU-Migrationspakts in andere Mitgliedstaaten verlegt werden. Svetechovský lehnte verpflichtende Umverteilungsquoten ab und erklärte, die Tschechische Republik werde niemanden aus Ceuta aufnehmen.
„Wir sind absolut strikt gegen diese Quoten“, beharrte er.
Die Rolle Marokkos bleibt ein weiterer Streitpunkt. Manche werfen Rabat vor, die Grenzübertritte bewusst zugelassen zu haben. Juan Jesús Vivas sagte bei seinem Besuch in der EU-Hauptstadt, der Vorfall in Ceuta müsse Brüssel dazu bringen, die Zusammenarbeit mit Rabat zu überdenken.
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„The Ring“ wird von Méabh Mc Mahon moderiert, produziert von Luis Albertos Altarejos und Amaia Echevarria, Schnitt: Vassilis Glynos.