Das Hotel bietet Platz für bis zu vier Gäste. Erste Tests auf dem Mond sollen 2031 beginnen. Ein Jahr später könnten die ersten Aufenthalte folgen.
Bis 2032 könnte das erste Hotel auf dem Mond stehen.
Ein US-Start-up namens Galactic Resource Utilization Space (GRU Space) nimmt bereits Buchungsanfragen entgegen: für das, was es als „die erste dauerhaft außerhalb der Erde errichtete Struktur der Geschichte“ bezeichnet.
Ausgewählte Bewerber sollen je nach gewählter Erfahrung eine Anzahlung von entweder 250.000 Dollar (rund 210.000 Euro) oder 1 Million Dollar (rund 850.000 Euro) leisten, heißt es.
Die endgültigen Preise stehen noch nicht fest. Pro Aufenthalt dürften sie jedoch über 10 Millionen Dollar (rund 8,5 Millionen Euro) liegen.
Wer sich um eine Buchung bewirbt, muss zusätzlich eine nicht erstattbare Bewerbungsgebühr von 1.000 Dollar (rund 850 Euro) zahlen.
Unterlagen des Unternehmens zeigen, dass auf der Erde eine aufblasbare Struktur entsteht und anschließend zum Mond geschickt wird. Dort soll sie auf der Mondoberfläche entfaltet und vergrößert werden.
GRU Space sagt, das Hotel könnte bis zu vier Gäste aufnehmen. Das Unternehmen rechnet mit einer Lebensdauer von zehn Jahren. Die gesamte Nutzlast für das nötige Equipment soll bei rund 9.070 Kilogramm liegen.
Erste Tests auf dem Mond sind für 2031 vorgesehen. Ein Jahr später könnten die ersten Aufenthalte beginnen.
Bislang existiert die Idee vor allem auf dem Papier. Eine solche Struktur wurde auf dem Mond noch nie aufgebaut. Eine langfristige menschliche Präsenz dort ist bisher nicht erwiesen.
Trotzdem wirbt das Unternehmen bereits um wohlhabende Touristinnen und Touristen, erfahrene Weltraumreisende und Paare, die außergewöhnliche Flitterwochen suchen.
Außerdem kündigte GRU Space an, den Standort schrittweise zu einem dauerhaften Mondhotel für bis zu zehn Gäste auszubauen und ein ähnliches Hotel auf dem Mars zu errichten.
Die Ankündigung fällt in eine Zeit, in der US-Präsident Trump verspricht, bis 2028 eine Flagge auf dem Mars zu hissen. Tech-Milliardäre treiben derweil die private Beteiligung über die erdnahe Umlaufbahn hinaus voran.
Amazon-Gründer Jeff Bezos unterstützt Orbital Reef, eine geplante Raumstation im Erdorbit, ähnlich der Internationalen Raumstation, jedoch mit Schwerpunkt auf Tourismus, Forschung und kommerzieller Nutzung.
Und ein weiteres US-Luft- und Raumfahrtunternehmen namens Above: Space Development will ebenfalls schon 2027 das nach eigenen Angaben weltweit erste Weltraumhotel eröffnen.
Die geplante Voyager Station soll Wohnbereiche, Fitnessstudios, Restaurants und Forschungseinrichtungen umfassen und bis zu 440 Menschen Platz bieten.