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SpaceX stoppt Marspläne und setzt Kurs auf Mondstadt

Die Megarakete Starship von SpaceX startet am Montag, dem dreizehnten Oktober zweitausendfünfundzwanzig, zu einem Testflug von Starbase in Boca Chica, Texas.
Die Mega-Rakete Starship von SpaceX ist am Montag, 13. Oktober 2025, in Boca Chica (Texas) zu einem Testflug gestartet. Copyright  AP Photo/Eric Gay
Copyright AP Photo/Eric Gay
Von Indrabati Lahiri
Zuerst veröffentlicht am
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Elon Musk lässt SpaceX vorerst stärker an einer Mondstadt arbeiten; sein Traum einer autarken Marskolonie rückt damit in den Hintergrund.

SpaceX-Chef Elon Musk kündigte an: Das Unternehmen legt seine Marspläne vorerst auf Eis. Stattdessen soll der Aufbau einer sich selbst erweiternden Stadt auf dem Mond in den Vordergrund rücken.

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Der Schwenk zum Projekt „Moon Base Alpha“ hängt mit dem enormen Zeitaufwand zusammen. Eine menschliche Siedlung auf dem Mars könnte mehr als 20 Jahre brauchen, eine Mondstadt ließe sich nach Musks Einschätzung in etwa der Hälfte dieser Zeit errichten.

„Zum Mars können wir nur fliegen, wenn die Planeten alle 26 Monate günstig stehen – die Reise dauert dann rund sechs Monate. Zum Mond können wir dagegen alle zehn Tage starten, der Flug dauert etwa zwei Tage. So können wir viel schneller Erfahrungen sammeln und eine Mondstadt fertigstellen als eine Marsstadt“, schrieb der Tech-Milliardär am Sonntag auf X.

„Trotzdem wird SpaceX auch weiter auf eine Stadt auf dem Mars hinarbeiten und damit in etwa fünf bis sieben Jahren beginnen. Vorrang hat jedoch, die Zukunft der Zivilisation zu sichern – und das geht über den Mond schneller.“

Noch im Januar 2025 hatte Musk den Mond eine „Ablenkung“ genannt. Seit Herbst 2025 deutet der Tech-Unternehmer jedoch immer häufiger an, dass SpaceX eine eigene Mondstadt anstrebt.

Trotz dieser Neuausrichtung bekräftigte Musk, dass das Unternehmen seine langfristige Mission nicht ändere: Das Bewusstsein und das Leben der Menschheit sollen auf den Mars und in den Weltraum ausgedehnt werden.

SpaceX hatte für dieses Jahr eine unbemannte Marsmission mit der neuen Starship-Rakete geplant. Das Projekt verzögert sich jedoch, vor allem wegen Problemen mit der Rakete wie überraschenden Explosionen und Lecks von flüssigem Sauerstoff. Hinzu kommen Bedenken wegen der engen planetaren Startfenster, die den Zeitplan zusätzlich erschweren.

Euronews Next hat SpaceX um eine Stellungnahme gebeten.

Musks groß angelegte Raumfahrtpläne

Elon Musk hat zudem weitere ambitionierte Pläne für den Weltraum vorgestellt. Er will Fabriken auf dem Mond errichten, die Satelliten mit künstlicher Intelligenz und zugehörige Bauteile wie Solarzellen und Kühlsysteme produzieren.

Mit elektromagnetischen Startsystemen sollen diese KI-Satelliten direkt von der Mondoberfläche aus ins All geschossen werden.

Musk verriet außerdem, dass er gewaltige Rechenzentren im All bauen und in die Erdumlaufbahn bringen will. Sie sollen komplexe KI-Berechnungen übernehmen und gleichzeitig die hohen Kühl- und Energiekosten auf der Erde senken.

SpaceX ist nicht das einzige Raumfahrtunternehmen mit Plänen für den Mond. Der Rivale Blue Origin von Jeff Bezos will seine Weltraumtourismus-Flüge vorerst aussetzen, um Ressourcen auf den Bau eines Mondlanders für die NASA zu konzentrieren.

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