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EU startet neues KI-Tool für mehr Lebensmittelsicherheit

EU startet neues KI-Werkzeug für strengere Lebensmittelsicherheitskontrollen
EU startet neues KI-Werkzeug für strengere Lebensmittelkontrollen. Copyright  Canva/Cleared
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Von Marta Iraola Iribarren
Zuerst veröffentlicht am
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Die EU-Kommission startet TraceMap, eine KI-Plattform, mit der Behörden Lebensmittelbetrug aufdecken, Verunreinigungen nachverfolgen und Rückrufe beschleunigen.

TraceMap, eine neue Plattform für künstliche Intelligenz (KI) der Europäischen Kommission, soll helfen, Lebensmittelbetrug, verunreinigte Lebensmittel und Ausbrüche lebensmittelbedingter Erkrankungen in der Europäischen Union schneller zu erkennen.

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Die Plattform steht nun den nationalen Behörden in allen EU-Mitgliedstaaten zur Verfügung. Sie soll Kontrollen und Ermittlungen zur Lebensmittelsicherheit verbessern.

„TraceMap ist ein Durchbruch, der die Fähigkeit der EU revolutionieren wird, auf Lebensmittelsicherheitskrisen zu reagieren und gegen Lebensmittelbetrug vorzugehen“, sagte Olivér Várhelyi, EU-Kommissar für Gesundheit und Tierschutz.

Er betonte, das System ermögliche eine bessere Abstimmung zwischen den Staaten und biete Landwirten wie Verbrauchern stärkeren Schutz.

„Das ist eine kritische Infrastruktur für Krisenvorsorge und Krisenbewältigung und soll das Vertrauen aller Beteiligten in unsere robusten Lebensmittelsicherheitssysteme stärken“, so Várhelyi weiter.

Nach Angaben der Kommission greift TraceMap auf umfangreiche Daten aus den Agrar- und Lebensmittelsystemen zurück. Damit lassen sich Handelsströme und Produktionsflüsse nahezu in Echtzeit nachverfolgen.

Die Plattform nutzt KI, um Risikobewertungen zu verfeinern, Verbindungen zwischen Herstellern, Händlern und Vertrieb schnell zu erkennen und die Lieferkette zu überwachen. So lassen sich unsichere Produkte rasch zurückrufen.

TraceMap musste sich bereits bewähren. Eine Pilotversion kam bei den jüngsten Rückrufen von Babynahrung in ganz Europa zum Einsatz, die mit verunreinigten Zutaten aus China in Verbindung standen.

Lebensmittelsicherheit in Europa

Im Jahr 2024 stieg die Zahl der Meldungen im Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF) um zwölf Prozent auf 5.250 Fälle.

Rund ein Drittel der Meldungen betraf Zurückweisungen an den EU-Grenzen. Hauptgrund waren Pestizidrückstände in Obst- und Gemüseimporten aus der Türkei, aus Ägypten und aus Indien, so die Europäische Kommission.

Die meisten Meldungen kamen aus Deutschland (1.907), den Niederlanden (1.155) und Italien (965).

Im Jahr 2024 meldeten die europäischen Staaten laut neuesten Daten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) 6.558 lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche. Das entspricht einem Anstieg um 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Am häufigsten melden die Behörden in Europa Campylobacteriose, Salmonellose, Infektionen mit Shigatoxin-bildenden E.-coli-Bakterien (STEC) und Listeriose.

Im Jahr 2024 verursachten Listeria-Bakterien den größten Anteil an Krankenhauseinweisungen und Todesfällen unter allen gemeldeten lebensmittelbedingten Infektionen in der EU. Etwa sieben von zehn Infizierten mussten im Krankenhaus behandelt werden, und eine von zwölf infizierten Personen starb.

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