In Bildern: Artemis-II-Crew startet zu historischer Mondmission
Vier Astronauten sind zu einem riskanten Flug um den Mond aufgebrochen. Es ist die erste bemannte Mondmission der Menschheit seit mehr als einem halben Jahrhundert.
Nach mehreren Rückschlägen. Monatelang musste die NASA den Start verschieben, weil bei früheren Countdown-Tests Wasserstofflecks entdeckt wurden. Nun hat sie endlich ihre erste bemannte Mondmission seit mehr als fünfzig Jahren gestartet.
Vier Astronautinnen und Astronauten sind am Mittwoch, dem 1. April, an Bord von Artemis II gestartet. Damit kehrt die Menschheit zur Erforschung des tiefen Weltraums zurück – es ist der erste bemannte Flug um den Mond seit der Apollo-Ära.
Die gut hundert Meter hohe Rakete des Space Launch System (SLS) hob vom Kennedy Space Center ab, beobachtet von Zehntausenden Menschen. Straßen und Strände in der Umgebung waren verstopft – Bilder, die an die Apollo-Mondflüge der sechziger und siebziger Jahre erinnern.
Hier einige eindrucksvolle Bilder dieses historischen Starts:
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„Auf dieser historischen Mission nehmt ihr das Herz dieses Artemis-Teams mit, den Wagemut des amerikanischen Volkes und unserer Partner in aller Welt sowie die Hoffnungen und Träume einer neuen Generation“, sagte Startdirektorin Charlie Blackwell-Thompson kurz vor dem Abheben zur Crew. „Viel Glück, Godspeed, Artemis II. Auf geht’s.“
Zur Crew gehören Kommandant Reid Wiseman, Pilot Victor Glover, die Missionsspezialistin Christina Koch und der Kanadier Jeremy Hansen. Sie bilden das bislang vielfältigste Team einer Mondmission: Erstmals fliegen eine Frau, eine Person of Color und ein nicht amerikanischer Astronaut zum Mond.
Fünf Minuten nach dem Start hatte Kommandant Wiseman das Ziel im Blick: „Wir sehen einen wunderschönen Mondaufgang, wir fliegen direkt darauf zu“, funkte er aus der Kapsel.
Läuft alles nach Plan, werden die Astronautinnen und Astronauten einen Rekord aufstellen: Sie fliegen weiter von der Erde weg als je ein Mensch zuvor.
Sie legen keinen Zwischenstopp ein und umkreisen den Mond auch nicht, wie es die ersten Apollo-8-Besucher im Jahr 1968 taten. Stattdessen rasen sie am Mond vorbei, fliegen weitere 6 400 Kilometer hinaus, drehen dann um und steuern direkt zurück zur Erde, wo sie im Pazifik wasserlanden sollen.
Anders als Apollo, das im halsbrecherischen Wettlauf mit der Sowjetunion auf schnelle Flaggen und Fußspuren setzte, soll Artemis regelmäßige Rückkehrflüge der USA zum Mond ermöglichen. Langfristiges Ziel ist eine dauerhafte Basis als Ausgangspunkt für weitere Erkundungsmissionen.
Der Flug soll insgesamt rund zehn Tage dauern.