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Siemens und Nvidia testen humanoiden KI-Roboter für Zusammenarbeit mit Menschen

Siemens erklärte am Donnerstag, es habe den Roboter von Humanoid in seinem Elektronikwerk in Erlangen erprobt.
Siemens erklärte am Donnerstag, das Unternehmen habe den Roboter von Humanoid in seinem Elektronikwerk in Erlangen getestet. Copyright  Humanoid
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Von Roselyne Min
Zuerst veröffentlicht am
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Siemens und Nvidia sehen sich durch den erfolgreichen Test bestärkt: Sie wollen Fabriken aufbauen, in denen KI-gesteuerte Maschinen flexibel mit Menschen zusammenarbeiten.

Der deutsche Technologiekonzern Siemens und der Chipriese Nvidia haben erstmals einen humanoiden Roboter in einer laufenden Fabrikproduktion erprobt.

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Der Test entstand in Zusammenarbeit mit dem in Großbritannien ansässigen Robotikunternehmen Humanoid und gilt als weiterer Schritt hin zu KI-gesteuerter Produktion, in der Maschinen und Menschen Seite an Seite arbeiten. Siemens erklärte in einer Mitteilung (Quelle auf Englisch), der von Nvidias KI-Technologie angetriebene Roboter sei im Elektronikwerk in Erlangen in Südwestdeutschland zum Einsatz gekommen.

Der Roboter, das Modell HMND 01 von Humanoid, übernahm Routineaufgaben in der Logistik. Er hob Behälter auf, bewegte sie durch die Halle und stellte sie an den Arbeitsplätzen der Beschäftigten ab.

Nach Angaben von Siemens arbeitete der Roboter mehr als acht Stunden lang autonom und erledigte über 90 Prozent seiner Aufgaben. Während des Versuchs bewegte er im Schnitt rund 60 Behälter pro Stunde.

Das Projekt gehört zur Partnerschaft mit Nvidia, mit der Siemens nach eigenen Angaben die „weltweit ersten KI-gesteuerten, adaptiven Fabriken“ entwickeln will.

„Fabriken der Zukunft brauchen Roboter, die wahrnehmen, schlussfolgern und sich eigenständig anpassen können – und das direkt neben menschlichen Beschäftigten“, sagte Deepu Talla, Vizepräsident für Robotik und Edge-KI bei Nvidia.

„Siemens liefert das industrielle Rückgrat für die Integration, Humanoid setzt Nvidias komplette Physical-AI-Plattform ein – von simulationsbasiertem Training bis zu Echtzeitberechnungen am Rand des Netzwerks“, erklärte er. „Diese Erprobung bereitet den Weg dafür, dass humanoide Roboter in laufenden Fabriken echte Produktionsziele erreichen.“

Die Roboter von Humanoid haben zuvor bereits gezeigt, dass sie schnell lernen, laufen und in realen Umgebungen feinmotorische Aufgaben bewältigen können.

Laut den Unternehmen lief ein Großteil der Entwicklung virtuell ab, mithilfe von Nvidias Simulations- und Trainingswerkzeugen. So mussten sie weniger physisch testen und konnten die Entwicklungszeit von bis zu zwei Jahren auf rund sieben Monate verkürzen.

Das könnte helfen, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Roboter könnten komplexe Aufgaben übernehmen, die heute noch Menschen erledigen müssen und mit denen klassische Automatisierung bislang schwer zurechtkommt.

Die Unternehmen bezeichneten den Test als „Meilenstein auf dem Weg, Physical AI von der Vision in die industrielle Realität zu bringen“. Einen Zeitplan für einen breiteren Einsatz solcher Systeme nannten sie jedoch nicht.

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