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Estland vergibt KI-ID-Codes für autonome Agenten

Estlands Regierung führt als eines der ersten Länder digitale Ausweise für KI-Agenten ein
Estlands Regierung führt digitale Ausweise für KI-Agenten ein: gehört weltweit zu den ersten Copyright  Canva
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Von Anna Desmarais
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Die Regierung verspricht, dass KI-Kennungen Unternehmen und Privatpersonen die Automatisierung erleichtern, ohne Agenten Vollzugriff auf ihre Daten zu geben.

Estland will nach eigenen Angaben als erstes Land der Welt digitale Identitäten für KI-Agenten einführen.

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Agenten sind Systeme, die Informationen aufnehmen, Entscheidungen treffen und eigenständig Aufgaben erledigen, um bestimmte Ziele zu erreichen. Viele große KI-Unternehmen, darunter OpenAI, Anthropic, Google und Microsoft, setzen solche Agenten bereits in ihren beliebten Chatbots ein.

Die estnische Regierung will demnach sogenannte „AI ID Codes“ einführen, mit denen Agenten innerhalb klarer Grenzen im Namen von Menschen, Unternehmen oder Organisationen handeln können.

„Künstliche Intelligenz wird in Zukunft immer mehr digitale Aufgaben für uns übernehmen. Sie wird Berichte zusammenstellen, Erklärungen vorbereiten oder mit Informationssystemen interagieren“, erklärte Estlands Premierminister Kristen Michal in einer Mitteilung. (Quelle auf Englisch)

„Dafür muss klar sein, wer in wessen Auftrag mit welchen Rechten handelt und wer am Ende die Verantwortung trägt.“

Laut Mitteilung will das Büro des Premierministers Situationen verhindern, in denen Einzelpersonen oder Organisationen KI-Assistenten Zugang zu all ihren Rechten, Diensten und Daten gewähren müssen.

Der Vorstoß Estlands fällt mit aktueller Forschung zusammen, nach der herkömmliche Identitätsrahmen wie eine Mehrfaktor-Authentifizierung beim Login in eine Banking-App nicht ausreichen, um Agenten zu steuern, die „in Maschinengeschwindigkeit handeln, entscheiden und Transaktionen durchführen“.

Der baltische Staat belegte laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Jahr 2026 Rang fünf unter den zehn digital fortschrittlichsten Staaten. Estland lag damit gleichauf mit Norwegen, Irland und Dänemark.

Estland hat bereits mit einem staatlich gestützten E-ID-System (Quelle auf Englisch) eine digitale Verwaltungsstruktur aufgebaut. Bürgerinnen und Bürger können damit online auf staatliche Dienstleistungen zugreifen.

Außerdem hat das Land das m-Residency-Programm (Quelle auf Englisch) eingeführt. Es erlaubt ausländischen Staatsangehörigen, von überall auf der Welt digital ausgerichtete Unternehmen zu führen – mit derselben mobilen ID, die die Regierung auch ihren eigenen Bürgern ausstellt.

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