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Unternehmen setzen auf KI, aber nur acht Prozent messen Rendite, so KPMG

Mathieu Wallich-Petit, Leiter Kunden & Märkte bei KPMG Frankreich, auf der Vivatech in Paris
Mathieu Wallich-Petit, Leiter Kunden & Märkte bei KPMG Frankreich, auf der Vivatech in Paris Copyright  Euronews
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Von Roselyne Min & Pascale Davies
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Viele Firmen haben KI-Strategien, doch laut einem neuen KPMG-Bericht können nur wenige deren Nutzen belegen. Euronews Next sprach mit Mathieu Wallich-Petit über den Weg von Pilotprojekten zu messbarem Geschäftserfolg.

Unternehmen führen Künstliche Intelligenz (KI) zwar im Eiltempo ein, tun sich aber oft schwer, ihren Nutzen nachzuweisen, sagte Mathieu Wallich-Petit, Head of Clients & Markets bei KPMG Frankreich, Euronews Next auf der VivaTech in Paris.

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Laut einem im März veröffentlichten Bericht des Beratungsunternehmens verfügen 95 Prozent seiner Kundschaft über eine klare KI-Strategie; 64 Prozent berichten bereits von greifbaren Ergebnissen.

Doch nur 8 Prozent können einen klaren Return on Investment beziffern.

„Unsere Kunden verankern KI zwar strategisch, doch in der Praxis klafft noch eine große Lücke“, so Wallich-Petit.

KPMG soll Unternehmen nach seinen Worten helfen, diese Lücke zu schließen, denn die Technologie entwickelt sich schneller, als sich viele Organisationen anpassen können.

„Erstaunlich ist, dass das Tempo des technischen Fortschritts wirklich exponentiell ist“, sagte er. „In den Unternehmen selbst verläuft die Einführung aber ziemlich linear.“

Der Umfrage zufolge setzen erst rund 10 Prozent der KPMG-Kunden KI im großen Maßstab ein.

In der Versicherungsbranche geht der Einsatz inzwischen über die Schadenbearbeitung hinaus.

„Früher ging es vor allem um die Automatisierung von Schadensfällen, heute decken KI-Anwendungen die gesamte Prozesskette ab – vom Scoring neuer Kundinnen und Kunden über die Preisgestaltung bis hin zum Kundenservice“, sagte er.

KPMG beobachtet, dass Unternehmen ihre KI-Budgets weiter erhöhen, weil Aufsichtsgremien in der Technologie einen Wettbewerbsvorteil und ein Mittel zur Gewinnung von Fachkräften sehen. Gleichzeitig achten Firmen laut Wallich-Petit genauer darauf, ob sich diese Investitionen schnell und eindeutig auszahlen.

Tipps für Unternehmen

Der französische Manager betont zudem, bei der Umstellung auf KI müsse die Belegschaft an erster Stelle stehen.

„Aus meiner Sicht geht es in erster Linie um Menschen, nicht um Technik“, sagte er. „Weiterbildung und Qualifizierung der Beschäftigten sind wahrscheinlich der wichtigste strategische Hebel, damit eine KI-Strategie Erfolg hat.“

Unternehmen, die zwischen Pilotprojekten und breiter Einführung feststecken, sollten KI vor allem in ihre täglichen Geschäftsprozesse integrieren, so Wallich-Petit.

„Das Erfolgsrezept lautet, von Proof-of-Concepts und Pilotprojekten dahin zu kommen, KI wirklich fest in die Abläufe einzubauen“, sagte er.

Dazu brauche es auch eine stärkere Governance, besseres Datenmanagement und zusätzliche Schulungen für die Belegschaft, sagte Wallich-Petit.

„Wir reden oft davon, Menschen ‚in the loop‘ zu behalten. Ich halte das für zu kurz gegriffen: Menschen sollten mit KI am Steuer sitzen“, so Wallich-Petit.

Außerdem werde die Frage der KI-Souveränität für Unternehmen immer wichtiger, zumal viele von wenigen großen Modellanbietern abhängen.

„Entscheidend ist, sich nicht auf ein einziges Modell zu verlassen, sondern auf eine Vielfalt von Modellen“, erklärte er.

Diese Frage stellt sich umso dringlicher, seit der Zugang zu einigen fortgeschrittenen KI-Modellen in geopolitische Spannungen gerät.

Im Mai haben KPMG und das US-KI-Unternehmen Anthropic eine weltweite Allianz angekündigt. Claude soll in die Plattform für die Kundenbetreuung von KPMG eingebunden werden, die Beschäftigten weltweit erhalten Zugang zu dem KI-Assistenten.

Wenige Wochen später teilte Anthropic mit, die US-Regierung habe dem Unternehmen angeordnet, den Zugang zu seinen Modellen Fable 5 und Mythos 5 für alle ausländischen Staatsangehörigen auszusetzen.

Weitere Details zu dieser Geschichte sehen Sie im Video oben im Player.

Cutter • Roselyne Min

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