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Finnlands neue europäische Kulturhauptstadt: Darum lohnt sich ein Besuch

Luftbild von Oulu
Luftaufnahme von Oulu Copyright  Visit Oulu
Copyright Visit Oulu
Von Dianne Apen-Sadler
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Oulu setzt mit einem einjährigen Veranstaltungsprogramm die Sámi-Kultur in Szene und beleuchtet ausdrücklich den Klimawandel.

Nach dem Eröffnungsfestival am vergangenen Wochenende ist Oulu in Finnland die neue Europäische Kulturhauptstadt für 2026.

Oulu übernimmt von Nova Gorica in Slowenien und Gorizia in Italien, der ersten grenzüberschreitenden Europäischen Kulturhauptstadt, sowie von Chemnitz in Deutschland. Diese Städte trugen den Titel im vergangenen Jahr. Die finnische Stadt plant für 2026 ein ganzjähriges Programm.

Reise geplant? Hier erfahren Sie alles Wichtige zu Oulu 2026.

Highlights und Events bei Oulu 2026

Oulu 2026 stellt den Klimawandel in den Mittelpunkt: kulturell, mit dem Ziel, die Kreativwirtschaft der Stadt langfristig zu stärken, und ganz real.

Im Juni rückt Letzteres in den Vordergrund: Dann startet der Kunstpfad „Climate Clock“ mit sieben ortsspezifischen Werken, beauftragt bei finnischen und internationalen Künstlern.

Dazu zählt Rana Begums „No.1574 Stone“ mit fünf Steinskulpturen, inspiriert von Gletschern und Meereis. In „Architectural Snowflakes: Letters from Heaven“ von Takahiro Iwasaki erinnern Hunderte zarte, symmetrische Schneeflocken an die Architektur der örtlichen Kirche.

Statue des Marktpolizisten auf dem Marktplatz von Oulu während des Eröffnungsfestivals.
Statue des Marktpolizisten auf dem Marktplatz von Oulu während des Eröffnungsfestivals. Pia Kuha

Die Lage im Norden Finnlands spielt Oulu aus. Das Programm lädt Besucher ein, die berühmten saisonalen Extreme des Landes zu erleben.

Mitte Februar treten beim Nallikari SnowFest zehn Teams unter dem Motto „By the Sea – Meren äärellä“ an. Sie haben nur drei Tage, um ihre Schneeskulpturen zu vollenden.

Kurz darauf wird Nallikari in Oulu zum Schauplatz von Frozen People, einem Elektronikfestival auf dem zugefrorenen Meer.

Im Sommer weichen die dunklen Nächte einer scheinbar endlosen Sonne. Der Sonnenuntergang fällt in die frühen Morgenstunden. Die Gastgeberstadt nutzt das mit einem Midnight Sun Run am vierten Juli. Zur Wahl stehen Distanzen von zehn Kilometern bis zum Marathon.

Luftaufnahme von Oulu im Winter.
Luftaufnahme von Oulu im Winter. Tero Suutari

Wenn die Tage wieder kürzer werden, kommt im November das Lumo Art & Tech Festival in die Stadt. Zehn Tage lang gibt es digitale Kunstwerke und Veranstaltungen.

Das ganze Jahr über können Besucher im Arctic Food Lab die einzigartigen lokalen Geschmackswelten kennenlernen und erleben – mit Formaten wie Sense Fest und Arctic Tasting.

Sámi-Kultur im Fokus

Die Sámi, ein indigenes Volk, das traditionell in Nordfinnland, Schweden und Norwegen sowie in Teilen Russlands lebt, erhalten die Gelegenheit, ihre Geschichte mit Besuchern zu teilen.

In der Oper Ovllá bringt die Sámi-Autorin Siri Broch Johansen die Geschichte der Unterdrückung auf die Bühne. Viele haben durch erzwungene Assimilationspolitik den Bezug zur traditionellen Kultur verloren. Das Stück greift das Thema in einer fiktiven Erzählung auf, inspiriert von realen Geschichten.

Das Oulu Art Museum wird bis Mai für die erste Sápmi Triennial verwandelt. Die Wanderausstellung zeigt zeitgenössische Sámi-Kunst und Duodji, traditionelle Sámi-Handwerkskunst.

Was steckt hinter der Europäischen Kulturhauptstadt?

Seit 1985 wurden mehr als 60 Städte zur Europäischen Kulturhauptstadt ernannt.

Die Initiative will den Reichtum und die Vielfalt der Kulturen in Europa sichtbar machen. Ausgewählte Städte rücken damit auf die kulturelle Landkarte des Kontinents.

Die Zahl der Europäischen Kulturhauptstädte variiert je nach Jahr; zeitweise trugen bis zu neun Städte den Titel gleichzeitig. Für 2026 sind es zwei: Oulu und Trenčín in der Slowakei. Deren Programm mit Veranstaltungen und Ausstellungen startet im Februar.

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