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Arabischer Golf: Festsitzende Schiffe legen Europa-Kreuzfahrten lahm

Die Celestyal Discovery bietet Platz für 1.360 Gäste.
Die Celestyal Discovery bietet Platz für 1.360 Gäste. Copyright  Celestyal Cruises
Copyright Celestyal Cruises
Von Michael Starling
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Kreuzfahrtanbieter arbeiten rund um die Uhr daran, gestrandete Gäste heimzubringen, weil ihre Schiffe in Dubai, Doha und Abu Dhabi nicht auslaufen konnten.

Wegen der angespannten Lage am Arabischen Golf haben Reedereien mehrere geplante Europakreuzfahrten gestrichen. Mehrere Schiffe konnten ihre Häfen in der Region nicht verlassen.

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Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten zwingt die Betreiber, Fahrten auszusetzen und Tausende gestrandete Passagiere in ihre Heimat zurückzuholen.

Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) der Vereinten Nationen erklärte gegenüber AFP, dass rund 15.000 Kreuzfahrtgäste in der Region festsitzen. Schiffe mehrerer Anbieter – darunter MSC, TUI, Celestyal und AROYA – liegen in wichtigen Häfen.

Am Montag bestätigte die griechische Reederei Celestyal, dass ihre Schiffe weiterhin im Golf liegen. Die Celestyal Discovery befindet sich in Dubai, die Celestyal Journey in Doha.

Das Unternehmen erklärte, die Passagiere in Dubai seien sicher von Bord gegangen. Die verbleibenden Gäste an Bord der Celestyal Journey sollen das Schiff in Katar innerhalb der nächsten 24 Stunden verlassen.

„Beide Schiffe bleiben voll einsatzbereit und abfahrbereit“, teilte Celestyal mit. Die Ausreise aus der Region erfolge „im Einklang mit den Vorgaben der zuständigen Behörden“.

Die Lage zwingt Celestyal jedoch, zwei ihrer geplanten „Iconic Aegean“-Inselkreuzfahrten später in diesem Monat abzusagen.

Die für den 20. März vorgesehene Dreinächteskreuzfahrt und die für den 23. März geplante Viertnächtefahrt der Celestyal Discovery finden nicht statt. Die Reederei bereitet derzeit die Verlegung des Schiffs ins Mittelmeer für die Sommersaison vor.

Betroffene Gäste können entweder den vollen Reisepreis zurückerhalten oder sich eine Gutschrift für eine künftige Kreuzfahrt ausstellen lassen.

Saison abgesagt, Passagiere zurückgeholt

Auch andere Kreuzfahrtanbieter ändern oder unterbrechen ihre Programme in der Region.

Die von Saudi-Arabien unterstützte Reederei AROYA Cruises bestätigte, dass sie den verbleibenden Teil ihrer Wintersaison im Arabischen Golf komplett absagt.

Alle Passagiere an Bord des Schiffs seien am siebten März in Dubai sicher von Bord gegangen, erklärte das Unternehmen. Die Entscheidung sei „aufgrund anhaltender betrieblicher Überlegungen in der Region und in Abstimmung mit den zuständigen maritimen und staatlichen Behörden“ gefallen.

Die in Genf ansässige Reederei MSC Cruises organisiert unterdessen Rückholflüge für Passagiere, die mit der MSC Euribia in Dubai unterwegs waren. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben Flüge für mehr als 1.500 Gäste aus der Region heraus organisiert.

Bereits sieben Flüge sind gestartet, darunter eigens gecharterte Maschinen sowie Sitzplätze bei Linienfluggesellschaften. Die Reisenden kehren unter anderem nach Großbritannien, Italien, Deutschland, Spanien, in die USA und nach Brasilien zurück.

„Schiffsführung und Besatzung haben unermüdlich gearbeitet, damit es unseren Gästen an nichts fehlt, und unsere Teams weltweit waren rund um die Uhr im Einsatz, um sie sicher und so schnell wie möglich nach Hause zu bringen“, sagte Pierfrancesco Vago, Executive Chairman von MSC Cruises.

Der deutsche Anbieter TUI Cruises teilte mit, dass die bevorstehenden Fahrten der Mein Schiff 4 bis einschließlich Reisebeginn am 23. März gestrichen sind. Abfahrten der Mein Schiff 5 fallen bis einschließlich Reisebeginn am 12. März aus.

Die Mein Schiff 4 liegt derzeit in Abu Dhabi. In den vergangenen Tagen seien Rückreisen „bereits für alle Gäste und zahlreiche Besatzungsmitglieder organisiert worden“, erklärte TUI am Montag in einer Mitteilung.

Die Gäste an Bord der Mein Schiff 5 bleiben vorerst in Doha an Bord; der Betrieb laufe „unter den gegebenen Umständen normal weiter“.

Rückflüge für Gäste und Crew organisiert TUI Cruises „fortlaufend“ über Chartermaschinen und zugekaufte Sitzplätze bei Qatar Airways.

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