Tourismusboom im ersten Halbjahr 2026: Mehr Ankünfte dank ausländischer Gäste. Tourismusminister Mazzi nennt die Branche einen Pfeiler der Wirtschaft.
Rekordtourismus im Jahr 2026, bestätigt vom Innenministerium: Kalabrien steht an der Spitze, aber auch Sardinien verzeichnet ein Plus der Ankünfte von 8,24 Prozent, ein echter Boom ausländischer Gäste.
Die Tourismuszahlen stammen vor allem aus der Überwachung der Plattform Alloggiati Web (Quelle auf Italienisch) des Innenministeriums und werden mit den offiziellen Statistiken des Tourismusministeriums und des Istat ergänzt.
Online-Plattformen: Hotel-Auslastung in Italien
Italien bleibt auch im Sommer 2026 die beliebteste Destination in Europa.
Der OTA-Auslastungsgrad, also der Anteil belegter Unterkünfte auf Online-Plattformen, liegt bei 51,2 Prozent. Damit liegt Italien vor Wettbewerbern wie Spanien (42,8 Prozent) und Frankreich (32,9 Prozent). Zugleich ist der durchschnittliche Zimmerpreis mit 153 Euro niedriger als in Spanien (170 Euro) und Griechenland (195 Euro).
Nach Angaben des Statistikbüros des Tourismusministeriums erreichen Venetien (57,5 Prozent) und Emilia-Romagna (56,7 Prozent) die höchsten Auslastungsraten, gefolgt von den autonomen Provinzen Trient (55,7 Prozent) und Bozen (54,9 Prozent).
Danach folgen Friaul-Julisch Venetien (53,7 Prozent), Sizilien (53,3 Prozent) und die Toskana (52,5 Prozent), alle über dem landesweiten Durchschnitt.
Im Juni und Juli steigt die Auslastung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,4 Prozent beziehungsweise 10 Prozent.
Gefragt sind nicht nur Küstenorte. Die Seenregionen weisen mit 54 Prozent die höchste Auslastung auf, gefolgt von Kur- und Badeorten mit jeweils 51 Prozent.
Insgesamt liegt das Wachstum damit fast bei dem Doppelten des landesweiten Durchschnitts, der unter 4,5 Prozent bleibt.
Die Zahlen des Innenministeriums bestätigen, dass 2026 ein Rekordjahr für den Tourismus in Italien wird, vor allem auf Sardinien.
Tourismus 2026: Welche Regionen verzeichnen die meisten Ankünfte
Im ersten Halbjahr 2026 stieg die Zahl der Touristinnen und Touristen landesweit deutlich an, um 4,43 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025.
Folgende Regionen legen bei den Gästeankünften 2026 am stärksten zu:
- Kalabrien
- Umbrien
- Piemont
- Sardinien
- Apulien
- Ligurien
An der Spitze stehen Kalabrien (plus 10,54 Prozent), Umbrien (plus 9,70 Prozent) und das Piemont (plus 9,22 Prozent). Ebenfalls starke Zuwächse melden Sardinien (plus 8,24 Prozent), Apulien (plus 7,43 Prozent) und Ligurien.
Die Gästeankünfte aus dem Ausland steigen um 6,45 Prozent . Besonders dynamisch entwickeln sich Kalabrien (plus 23,19 Prozent), Apulien (plus 14,63 Prozent), die Abruzzen (plus 14,04 Prozent), Molise (plus 13,14 Prozent), die Basilikata (plus 11,55 Prozent), Sardinien (plus 11,44 Prozent) und das Piemont (plus 10,38 Prozent). Auch die Reisen der Italienerinnen und Italiener legen zu, um 1,97 Prozent, mit Spitzenwerten in Umbrien (plus 13,64 Prozent) und Ligurien (plus 8,89 Prozent).
Ein deutliches Plus zeigt der nicht-hotelgebundene Tourismus mit einem Zuwachs von 7,46 Prozent. Die Hotellerie wächst hingegen um 2,27 Prozent.
Tourismus in Italien: Warum er ein Pfeiler der Volkswirtschaft ist
„Diese Zahlen“, erklärt Tourismusminister Gianmarco Mazzi, „bestätigen, dass der italienische Tourismussektor in einer Welt globaler Herausforderungen weiterhin Rekordergebnisse erzielt. Die Branche erweist sich als immer strategischer und bestätigt ihre Rolle als Pfeiler der Volkswirtschaft. Das Ministerium wird weiter investieren und mit Zuversicht in die Zukunft blicken.“
„Italien steht an der Spitze des europäischen Tourismus. Dieses Ergebnis würdigt die Schönheit unseres Landes, die Qualität unseres Angebots und die harte Arbeit der gesamten Branche“, erklärte die Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zufrieden.
„Mein Dank gilt den Unternehmerinnen und Unternehmern, den Beschäftigten und den Fachkräften der Branche, die jeden Tag dazu beitragen, Italien zu einer immer attraktiveren und wettbewerbsfähigen Destination zu machen. Die Regierung wird ihren Beitrag leisten, um diesen für unsere Wirtschaft und das Wachstum des Landes strategischen Bereich weiter zu unterstützen“, schloss die Ministerpräsidentin.