Das Medienbüro der Hamas in Gaza hat die endgültige Auflösung der Notfall-Arbeitskommission und den Rücktritt ihres Chefs Mohammed Farra bekanntgegeben. Hamas spricht von einer Geste des guten Willens vor der Machtübergabe an die Nationale Verwaltungskommission für Gaza.
Die Palästinenserorganisation Hamas hat angekündigt, ihre Verwaltung im Gazastreifen aufzulösen.
Diese Initiative der Hamas markiert einen wichtigen politischen Wendepunkt für die islamistische Bewegung, die 2007 nach Zusammenstößen mit der Fatah – der Partei des Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, mit Sitz in Ramallah im besetzten Westjordanland – die Macht im Gazastreifen übernommen hatte.
Damit macht die von Iran unterstützte Hamas den Weg frei für die Verwaltung, die US-Präsident Donald Trump mit seinem "Board of Peace" im Gazastreifen einrichten wollte. Einige Beobachter befürchten jetzt allerdings ein Machtvakuum in dem teilweise von Israel besetzten Küstenstreifen. Vor dem Gaza-Krieg lebten dort etwa 2 Millionen Menschen.
Bis zuletzt hatte es weiterhin israelische Angriffe im Gazastreifen gegeben.
Mehr als 70.000 Tote im Gazastreifen
Seit im Oktober 2025 in Gaza offiziell ein Waffenstillstand zwischen der Hamas und Israel in Kraft getreten ist, hatte die Hamas wiederholt erklärt, sie sei bereit, sich aus der täglichen Regierungsführung zurückzuziehen.
Bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Deir al‑Balah im Gazastreifen hat Ismail Thawabta, der Leiter des staatlichen Medienbüros, im Beisein von Vertretern der palästinensischen Fraktionen die Einigung verkündet. Abdel Hadi al‑Agha, Staatssekretär im Religionsministerium, soll eine "Übergangsbehörde zur Geschäftsführung“ übernehmen und in der Übergangsphase beaufsichtigen, bis das Nationale Komitee seine Aufgaben vollständig übernimmt.
Das von der Hamas geleitete Gesundheitsministerium von Gaza hat in seinem täglichen Bericht über die Zahl der Opfer von Israels Angriffen mit 70.098 Toten angegeben. In den vergangenen 24 Stunden seien im Gazastreifen fünf Menschen getötet und sieben verletzt worden, hieß es in der am 6. Juli veröffentlichten Mitteilung.
Die Regierung von Benjamin Netanjahu hatte den Krieg gegen die Hamas begonnen, nachdem Kämpfer der Hamas am 7. Oktober 2023 Israel überfallen und etwa 1.200 Menschen getötet hatten.
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