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Trump wirft Meloni Stalking vor und fordert Kontaktverbot

US-Präsident Donald Trump begrüßt Italiens Premier Giorgia Meloni bei einem Gipfel zum Ende des seit über zwei Jahren tobenden Israel-Hamas-Kriegs in Gaza.
Trump begrüßt Italiens Premier Meloni beim Gipfel für ein Ende des seit mehr als zwei Jahren dauernden Israel-Hamas-Kriegs in Gaza. Copyright  AP Photo
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Von Lisa Duso
Zuerst veröffentlicht am
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Trump greift Meloni vor dem Nato-Gipfel in Ankara an. Er postet ein Foto mit dem Satz: "Es braucht eine einstweilige Verfügung" – ein Tiefpunkt in den Beziehungen zwischen Washington und Rom.

Der US-Präsident Donald Trump hat auf seinem Netzwerk Truth Social ein Foto veröffentlicht, das ihn neben der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, zeigt. Dazu schrieb er: „Es braucht eine einstweilige Verfügung.“

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Eine einstweilige Verfügung ist normalerweise eine Schutzmaßnahme gegen Stalker. Ein Gericht ordnet an, dass die betroffene Person Abstand zu der Person hält, die Ziel der ungebetenen Aufmerksamkeit ist.

Trump spielt mit dem spöttischen Hinweis offensichtlich auf Melonis Blick auf dem Foto an.

Der Beitrag erschien am Sonntagabend, dem fünften Juli, nur wenige Stunden vor dem NATO-Gipfel in Ankara, der für den siebten und achten Juli angesetzt ist, an dem beide Staats- und Regierungschefs teilnehmen sollen.

Nach Informationen des Corriere della Sera will die italienische Regierung diesmal nicht auf „diese Provokation“ reagieren.

Den Quellen der italienischen Tageszeitung zufolge haben Meloni und Außenminister Antonio Tajani in der Nacht miteinander beraten, um eine gemeinsame Linie festzulegen. Sie setzen demnach auf eine Strategie, die darauf beruht, einen als persönlichen Angriff eingestuften Post zu ignorieren, den sie für unbegründet und ohne Kontext halten.

Aus der italienischen Politik kamen mehrere Solidaritätsbekundungen. „Trump ist ein niederträchtiger Rüpel von der billigsten Sorte. Volle Solidarität mit der Ministerpräsidentin“, schrieb der Vorsitzende der Partei Azione, Carlo Calenda, auf X.

Konflikt zwischen Washington und Rom: „Sie hat mich um ein Foto angefleht“

Die Äußerung vertieft den Bruch zwischen dem US-Präsidenten und der italienischen Ministerpräsidentin und sorgt für eine weitere Abkühlung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern.

Die Spannungen traten vor wenigen Wochen offen zutage. Es ging um die Bewältigung der Krise im Nahen Osten und in Iran, um Trumps Angriffe auf Papst Leo XIV. und um die wachsende Distanz Italiens zu bestimmten Forderungen der US-Regierung in Bezug auf die NATO.

Der Bruch kam am 19. Juni. In einem Interview behauptete Donald Trump, Meloni habe ihn beim G7 „angefleht, ein gemeinsames Foto zu machen“, und er habe nur „aus Mitleid“ zugestimmt.

Meloni wies die Darstellung als „völlig erfunden“ zurück und betonte: „Weder ich noch Italien flehen irgendjemanden an“.

Trumps Worte lösten in Italien eine heftige Reaktion und unmittelbare diplomatische Folgen aus, darunter die Absage eines Besuchs von Außenminister Antonio Tajani in den Vereinigten Staaten.

Trump gegen die NATO: „ein einseitiges Verhältnis“

In den vergangenen Tagen hat Trump die Atlantische Allianz insgesamt scharf attackiert.

Trump erklärte am Donnerstag, den zweiten Juli, es sei „lächerlich“, dass die USA ihre „einseitige“ Beziehung zur NATO fortsetzen.

Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social: „Sie standen nicht an unserer Seite!!!“ und erklärte, das Verhältnis Washingtons zur NATO sei „nicht gegenseitig“.

Zur Untermauerung seiner These präsentierte Trump eine Grafik mit der Summe der Militärausgaben von 2014 bis heute. Nach den vom US-Präsidenten genannten Zahlen beläuft sich der Beitrag der Vereinigten Staaten auf „999 Milliarden Dollar“, während „Vereinigtes Königreich 90,5 Milliarden, Frankreich 66,5 Milliarden, Italien 48,8 Milliarden und Polen 44,3 Milliarden“ ausgegeben haben.

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