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Bald im Flieger? Powerbanks nicht ins aufgegebene Gepäck packen, warnen Luftfahrtbehörden

Powerbanks bereiten Fluglinien zunehmend Probleme
Powerbanks bereiten Flugpersonal zunehmend Probleme Copyright  Markus Winkler/Unsplash
Copyright Markus Winkler/Unsplash
Von Saskia O'Donoghue
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Die Zahl der Zwischenfälle mit Lithiumbatterien steigt deutlich. Luftfahrtbehörden warnen und raten, Powerbanks und andere Akkugeräte nicht im aufgegebenen Gepäck zu verstauen.

Millionen Urlauber fliegen in diesem Sommer in alle Richtungen. Luftfahrtbehörden erneuern deshalb ihre Warnung vor einem der häufigsten Gegenstände im Gepäck der Reisenden.

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Fluggäste sollen Powerbanks, E-Zigaretten und andere Geräte mit Lithium-Akkus nicht im aufgegebenen Gepäck verstauen. Der Appell folgt auf einen deutlichen Anstieg von Zwischenfällen mit Batterien an Bord von Flugzeugen.

Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Airlines in Europa und weltweit ihre Regeln verschärfen. Defekte Lithium-Akkus im Frachtraum gelten als zunehmendes Brandrisiko.

Die britische Luftfahrtbehörde Civil Aviation Authority (CAA) stuft die Brandgefahr durch diese Batterien inzwischen als größtes Sicherheitsrisiko für Flugzeuge ein.

Nach Angaben der Behörde hat sich die Zahl der Geräte, die im aufgegebenen Gepäck gefunden werden, innerhalb eines Jahres fast verdoppelt. Durchschnittlich nehmen Passagiere vier verschiedene Geräte mit Lithium-Akkus auf jeden Flug mit.

Lithium-Akkus: Zahl der Zwischenfälle steigt

Lithium-Akkus sind aus dem Alltag kaum wegzudenken. Sie speichern viel Energie auf kleinem Raum – und können deshalb gefährlich sein.

Überhitzen die Akkus oder sind sie beschädigt, können sie sich entzünden. Solche elektrischen Brände breiten sich schnell aus und lassen sich schwer löschen.

Im Vereinigten Königreich wurden 2024 rund 316 Vorfälle registriert, bei denen Geräte mit Lithium-Akkus im aufgegebenen Gepäck entdeckt wurden. 2025 stieg die Zahl auf 643 – mehr als doppelt so viele.

Treten solche Probleme in der Kabine auf, lassen sie sich meist relativ schnell in den Griff bekommen. Gefährlicher ist es, wenn ein Akku im Frachtraum im Gepäck der Passagiere versagt.

Nach Angaben der CAA kommt es durchschnittlich pro Woche zu zwei Zwischenfällen mit Lithium-Akkus. Neben der Brandgefahr führt das Ausladen von Gepäckstücken aus dem Frachtraum häufig zu Verspätungen von Flügen oder sogar zu Umleitungen.

Im Mai musste ein EasyJet-Flug von Hurghada in Ägypten nach London nach Rom umgeleitet werden. Ein Passagier hatte der Crew während des Fluges mitgeteilt, dass sein mobiler Akku im Frachtraum verstaut war.

Im Oktober verbreitete sich weltweit ein Video, das Flammen aus einem Gepäckfach über den Sitzen in einer Maschine von Air China zeigt. Auslöser soll ein Lithium-Akku gewesen sein.

Lithium-Akkus im Flugzeug: Das müssen Passagiere wissen

Im März empfahl die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), dass Passagiere höchstens zwei Powerbanks mitnehmen dürfen. Sie sollen diese an Bord weder über Steckdosen im Flugzeug noch auf andere Weise aufladen.

Die CAA hat diese Vorgabe bekräftigt. Nach Einschätzung der Behörde kennen viele Reisende die Regeln für Powerbanks und andere Geräte mit Lithium-Akkus an Bord von Flugzeugen nicht.

Neben Powerbanks betrifft das auch Laptops: Wer sie im aufgegebenen Gepäck verstaut, sollte das Gerät vollständig ausschalten.

Tim Alderslade, Chef des Branchenverbands Airlines UK, räumte ein, dass die Gefahr durch Lithium-Akkus eine „wachsende Herausforderung“ sei.

„Piloten und Kabinenpersonal sind für den Umgang mit solchen Situationen geschult“, sagte er. „Am besten ist es aber, wenn gar nichts passiert – und das beginnt damit, wie die Passagiere ihr Gepäck packen.“

Airlines weltweit verschärfen Vorschriften

Vor allem Powerbanks bereiten vielen europäischen und internationalen Fluggesellschaften Sorgen.

Fluggesellschaften wie Qantas, Emirates, Cathay Pacific und Singapore Airlines haben Powerbanks an Bord bereits eingeschränkt. Passagiere dürfen sie während des Fluges weder benutzen noch über Steckdosen im Flugzeug laden.

Im Januar hat die in Deutschland ansässige Lufthansa Group ihre Bestimmungen aktualisiert. Sie begrenzt die Zahl der Powerbanks pro Passagier und untersagt deren Nutzung während des Fluges.

Der Konzern mit zahlreichen Airlines, darunter die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa sowie Austrian Airlines, Eurowings und SWISS, schreibt vor, dass Powerbanks sichtbar verstaut sein müssen. Sie sollen entweder in der Sitztasche vor dem Passagier, in einer Tasche unter dem Sitz oder direkt am Körper aufbewahrt werden.

Im April dieses Jahres hat Türkiye als jüngstes Land seine Vorschriften geändert, auf Grundlage der ICAO-Empfehlungen vom März.

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