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Freier Mittelsitz: Wunschtraum jedes Economy-Fluggasts

Alle 50 neuen Airbus A321XLR von United erhalten eine besondere Reihe in Economy Plus.
Alle 50 neuen Airbus A321XLR von United erhalten eine spezielle Economy-Plus-Reihe Copyright  United
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Von Mike Starling & AP
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Nach der Vorstellung der neuen „Relax Row“ plant United Airlines, diese Reihe auch in Economy Plus anzubieten: ohne mittleren Sitz, mit Gemeinschaftstisch und mehr Platz für die Arme.

Viele Passagiere in der Economy hoffen auf nur eines: Die Flugzeugtüren schließen sich, und der Mittelsitz neben ihnen bleibt frei.

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Der Platz in der Mitte wird seit Langem von Reisenden beklagt. Wer am Gang oder am Fenster sitzt, muss Armlehnen teilen und oft mehr Platz abgeben. Wer selbst auf dem Mittelsitz landet, sitzt nicht selten zwischen zwei Sitznachbarn buchstäblich eingeklemmt.

Viele Fluggäste kennen den Kampf um Ellbogenfreiheit oder das Gefühl, schlicht zu wenig Raum zu haben. Es geht nicht darum, ungesellig zu sein. Aber ein freier Mittelsitz kann eine Reise deutlich angenehmer machen – vor allem auf Mittel- und Langstrecken.

Immer mehr Airlines suchen nach Lösungen für dieses „Mittelsitz-Dilemma“. Einige Anbieter in Europa – darunter Wizz Air und Air France – verkaufen bereits gegen Aufpreis einen garantierten freien Nebensitz oder sogar eine komplette Reihe.

International arbeitet auch United an Neuentwicklungen, die das Fliegen für Passagiere aller Buchungsklassen komfortabler machen sollen.

Im März kündigte die US-Fluggesellschaft an, ihre „Relax Row“ ab 2027 einzuführen. In bestimmten breiteren Boeing-Maschinen können Economy-Gäste dann eine Dreierreihe nach dem Start in eine Art Couch verwandeln, auf der sie liegen oder entspannt sitzen können.

In dieser Woche hat United zusätzlich angekündigt, ein neues Angebot in Economy Plus auszurollen: eine Sitzreihe ohne Platz in der Mitte. Stattdessen entsteht zwischen den Passagieren am Gang und am Fenster ein gemeinsamer Tisch – und deutlich mehr Ellbogenfreiheit.

Zunächst soll es nur eine solche Reihe in den 50 neuen Airbus A321XLR von United geben. Die Airline schließt aber nicht aus, das Konzept ohne Mittelsitz später auch auf andere Flugzeuge auszuweiten. Die Economy-Plus-Sitze mit zusätzlichem Platz werden nach Angaben von United noch in diesem Jahr buchbar sein, für Flüge kurz darauf.

Der Schritt passt zu einem breiteren Trend: Airlines bewerben immer mehr Spezialklassen und Zubuchoptionen – besonders, um Reisende anzusprechen, die für Komfort bereit sind, tiefer in die Tasche zu greifen.

United folgt damit einigen europäischen Gesellschaften, etwa Lufthansa und Finnair, die Business-Class-Gästen bereits garantierte freie Mittelsitze anbieten.

Andere Anbieter erlauben es ihren Kunden seit Jahren, gegen Aufpreis oder mit zusätzlichen Tickets benachbarte Sitzplätze freizuhalten. United erwartet, „die einzige US-Airline“ mit solchen speziellen Reihen zu sein.

„Wir investieren vom Bug bis zum Heck in unsere Flotte und geben unseren Kundinnen und Kunden in jeder Kabine mehr Auswahl und Gegenwert“, sagte Andrew Nocella, Executive Vice President und Chief Commercial Officer von United.

„Die XLR ist unser neuestes Flugzeug. Es bietet nicht nur Liegesitze mit direktem Zugang zum Gang in United Polaris, sondern jetzt auch Economy-Plus-Sitze mit zusätzlicher Bein- und Ellbogenfreiheit. Unsere Kundschaft wird diese neuen Optionen lieben.“

Schon heute erleben Passagiere im selben Flugzeug teils sehr unterschiedliche Reisen. Viele wünschen sich mehr Platz und Extras. Preisbewusste Fluggäste bemerken jedoch oft eine wachsende Kluft zwischen hinteren und vorderen Reihen – und ärgern sich über neue Gebühren für Leistungen, die früher im Ticketpreis enthalten waren, sowie über zusätzliche Buchungskategorien, die den Vergleich von Tarifen komplizierter machen.

Einige große Airlines wie Delta setzen inzwischen klar auf Strategien, die „das beste“, nicht das billigste Produkt versprechen.

Manager von United widersprechen jedoch der Sicht, die Branche jage nur noch zahlungskräftigen Kundinnen und Kunden hinterher. Sie betonen, dass Investitionen in Premium-Angebote Teil eines umfassenderen Plans seien, das Reiseerlebnis für alle Fluggäste zu verbessern.

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