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Tschechien, Island und Spanien: Europas Trendziele für 2026

Tschechien zählt zu den am schnellsten wachsenden gebuchten Zielen in Europas wichtigsten Märkten
Tschechien: eines der am schnellsten wachsenden Reiseziele in Europas Top-Märkten Copyright  Photo by Radek Kozák on Unsplash
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Von Fakhriya M. Suleiman
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Neue Studie von Amadeus und UN Tourism: Europaziele im Trend, Märkte treiben Nachfrage, mehr Flugverbindungen in vielen Regionen

Die Tourismusbranche bewegt sich weiterhin durch eine turbulente Phase: Die Preise für Kerosin steigen, die Reisekosten ziehen nach. Doch wie steht Europa in diesem Umfeld da?

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Ziemlich gut, oder genauer gesagt: „stabil“. Zu diesem Ergebnis kommt der Bericht „Travel Insights 2026: Focus on Europe“ von Amadeus Travel Intelligence und UN Tourism.

Die jüngsten Daten zeigen, dass der Kontinent widerstandsfähig bleibt und sich „insgesamt gut hält“. Das Passagieraufkommen ist von Mai 2025 bis April 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Komma drei Prozent gestiegen, die Hotelbelegung legte um zwei Prozent zu.

Europa bleibt weltweit die größte Tourismusregion. Im ersten Quartal 2026 kamen mehr als 130 Millionen internationale Gäste.

Das entspricht einem Plus von vier Prozent und knüpft laut Bericht an die „starke Dynamik des Jahres 2025“ an. Einige europäische Ziele hätten „von einer Umleitung der Touristenströme im März profitiert“.

Südliches Mittelmeer-Europa und Nordeuropa verzeichneten im ersten Quartal 2026 jeweils ein Plus von vier Prozent bei den Ankünften. Mittel- und Osteuropa festigte seine Erholung mit einem Zuwachs von 6 Prozent. In Westeuropa stiegen die Ankünfte im selben Zeitraum um zwei Prozent.

Wohin Reisende in Europa unterwegs sind

Für den Zeitraum von April bis September 2026 wird ein Spitzenwert von etwas mehr als 160 Millionen Flugreisenden und geplanten Sitzplätzen erwartet. Zu den größten Quellmärkten zählen die USA, Spanien und Deutschland.

Neben diesen drei wichtigsten Märkten verzeichneten Reisende aus Japan, Dänemark und Ägypten die stärksten Zuwächse im Jahresvergleich: 19 Prozent, elf Prozent und acht Prozent.

Bei den Herkunftsmärkten sind japanische Reisende laut Bericht am ehesten bereit, „die Koffer zu packen und nach Europa zu fliegen“. Ein Plus von 62 Prozent bei Suchanfragen aus Japan führte zu einem Buchungsanstieg von 19 Prozent. Damit liegt Japan acht Prozentpunkte vor Dänemark, dem nächsten Herkunftsmarkt mit hohem Buchungswachstum.

Doch wohin genau zieht es die Reisenden?

Spanien ist sowohl das meistgesuchte als auch das am häufigsten gebuchte Reiseziel Europas. Tschechien liegt jedoch an der Spitze der am schnellsten wachsenden gebuchten Ziele in den wichtigsten europäischen Märkten und kommt im Jahresvergleich auf 18 Prozent, vor Island mit elf Prozent.

Das Land gehört zudem zu den am häufigsten gesuchten Zielen in Mittel- und Osteuropa. Die Hotelbelegung ist nach einem Einbruch zum Jahreswechsel 2026 wieder auf über 60 Prozent gestiegen.

Auch andere Ziele, darunter Island und Dänemark, verzeichnen kräftiges Wachstum innerhalb der 30 meistgebuchten Destinationen des Kontinents.

Nach Einschätzung des Berichts zeigt dies eine starke Nachfrage nach kulturell geprägten Städtetrips und naturnahen Reisen in Nord- und Mitteleuropa. Es deutet auf eine Abkehr von den „klassischen Tourismushochburgen“ hin. Die Buchungsdaten belegen außerdem, dass Reisende verstärkt nach Zielen suchen, die einzigartige Erlebnisse und eine ausgewogene Auslastung über die Jahreszeiten hinweg bieten.

Gleichzeitig ziehen Usbekistan und Tadschikistan online besonders viel Aufmerksamkeit auf sich: Die Suchanfragen nach beiden Ländern stiegen um 64 Prozent. Deutliches Suchwachstum verzeichnen zudem die Schweiz (plus 36 Prozent), Schweden (plus 36 Prozent), Dänemark (plus 34 Prozent), Irland (plus 33 Prozent), Belgien (plus 32 Prozent) und Norwegen (plus 31 Prozent).

Südliche und mediterrane Flugrouten: Buchungstrends

Im Juli und August erreichen die Ankünfte in Süd- und Mittelmeer-Europa einen Höchststand von fast 70 Millionen Flugreisenden und geplanten Sitzplätzen.

Im Vergleich zu allen anderen Regionen Europas wächst die Flugverbindung im Süden und am Mittelmeer am stärksten. In den vergangenen zwölf Monaten wurden rund 1.100 neue Flugrouten aufgenommen. 96 davon starten in Deutschland, 58 in Frankreich und jeweils 51 in Italien und Spanien. Zu den neuen Verbindungen gehören etwa Flüge von der Slowakei nach Spanien, von Äthiopien nach Portugal sowie von China nach Griechenland.

Der Bericht zeigt außerdem, dass viele Reisende ihre Urlaubsreisen frühzeitig planen. Mehr als die Hälfte der Buchungen, rund 53 Prozent, für Ziele in Süd- und Mittelmeer-Europa erfolgt mindestens einen Monat vor Abreise. Das Buchungsfenster von 61 bis 180 Tagen macht mit rund 26 Prozent den größten Anteil aus.

Dennoch bleibt die Nachfrage nach Last-Minute-Reisen hoch. Etwa 29 Prozent der Trips werden zwischen einem und 14 Tagen vor der Abreise gebucht. Weitere 17 Prozent der Reisenden kommen 15 bis 30 Tage nach der Buchung an.

„Reisende buchen bewusst kurz vor dem Abflug. Das schafft Raum für Blitzaktionen, Wochenendpakete und dynamische Preise, die auf flexible Last-Minute-Nachfrage abzielen“, heißt es in dem Bericht.

Ältere Reisende treiben Nachfrage in Europa

Wer sagt, dass die Reiselust mit dem Alter nachlässt?

Europaweit stellen Erwachsene zwischen 46 und 65 Jahren inzwischen rund 30 Prozent der Reisenden und damit die größte Altersgruppe. In Reisezielen wie London, Paris und Madrid liegt ihr Anteil sogar noch etwas höher.

Ein früherer Bericht von Amadeus zeigt, dass diese Altersgruppe besonders an authentischen lokalen Erlebnissen, kultureller Entdeckung, Wohlbefinden und einer tieferen Verbindung zu ihren Reisezielen interessiert ist.

„Dieses reifere, ausgabefreudige Publikum passt gut zu hochwertigen Erlebnissen und kulturellen Angeboten, während jüngere Gruppen weiterhin einen wichtigen Anteil haben und so einen generationsübergreifenden Besuchermix unterstützen“, heißt es im Bericht „Travel Insights 2026“.

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