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Spanien erklärt 211 Regionen zu Katastrophengebieten

Die Flammen fraßen alles, was ihnen in den Weg kam.
Flammen zerstören alles auf ihrem Weg Copyright  AP Photo
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Von Cristian Caraballo
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Der spanische Ministerrat erklärt die von März bis Juli 2026 betroffenen Gebiete zu Katastrophengebieten. Im Fokus steht der Brand in Los Gallardos, bei dem in Almería 14 Menschen ums Leben kamen.

Der spanische Ministerrat hat am Dienstag 211 Gemeinden in 14 autonomen Regionen zu Katastrophengebieten erklärt. Grund sind zahlreiche Zivilschutz-Notlagen zwischen dem 31. März und dem 27. Juli 2026.

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Besonders verheerend waren die Waldbrände im Sommer. Sie veranlassten die Regierung am 23. Juli dazu, erstmals in der Geschichte Spaniens wegen eines Waldbrands den nationalen Notstand auszurufen. Auslöser waren die Feuer in der Region Madrid sowie in den Provinzen Ávila und Toledo.

Los Gallardos: schwerster Brand

Besonders hervor hebt die Regierung den Waldbrand von Los Gallardos in der Provinz Almería. Mit 14 Todesopfern war er das folgenschwerste Ereignis des Zeitraums und ausschlaggebend für die beschleunigte Bereitstellung staatlicher Hilfen nach dem spanischen Zivilschutzgesetz. Die Katastrophenserie reichte jedoch weit über Almería hinaus. Im April erreichten die Waldbrände in Ponteareas in Galicien eine solche Dimension, dass zusätzliche staatliche Einsatzkräfte angefordert wurden.

Der jüngste Brand auf der Liste in Vall d'Uixó in der Provinz Castellón war zum Zeitpunkt des Berichts sogar noch nicht vollständig gelöscht. Der Regierungsbericht zeichnet eine Bilanz zahlreicher Naturkatastrophen seit dem Frühjahr. Neben den Waldbränden in Galicien und Asturien kam es auf Menorca zu schweren Küstenstürmen und in Katalonien zu heftigen Gewittern. Im Mai verursachten Erdrutsche in La Rioja erhebliche Schäden an Straßen und historischen Bauwerken.

Ihren Höhepunkt erreichte die Lage in der zweiten Junihälfte. Mehrere Großbrände, darunter in Talavera sowie in den katalanischen Gemeinden Forallac und Tiana, machten vorsorgliche Ausgangsbeschränkungen erforderlich. Gleichzeitig kämpfte die Region El Bierzo in Kastilien und León mit mehreren Bränden gleichzeitig. Ende Juni folgten schwere Unwetter: In Haro in La Rioja fielen innerhalb kurzer Zeit fast 55 Liter Regen pro Quadratmeter und lösten Dutzende Feuerwehreinsätze aus.

Soforthilfen für Betroffene

Mit der Ausweisung als Katastrophengebiet tritt ein umfangreiches Hilfspaket in Kraft. Betroffene können unter anderem Entschädigungen bei Todesfällen oder dauerhafter Erwerbsunfähigkeit, finanzielle Unterstützung für beschädigte Wohnungen sowie Zuschüsse für zerstörten Hausrat beantragen. Auch Kommunen erhalten Hilfen für Sofortmaßnahmen, Unternehmen und Geschäfte können finanzielle Unterstützung beantragen.

Zudem entfallen Gebühren für die Neuausstellung von Fahrzeugpapieren und Führerscheinen, wenn diese infolge der Katastrophen verloren gegangen sind. Darüber hinaus schaffen die Beschlüsse die Grundlage für weitere Hilfsmaßnahmen anderer Ministerien. Geplant sind unter anderem Steuererleichterungen, Entlastungen bei Sozialversicherungsbeiträgen für betroffene Unternehmen und Selbstständige sowie Zuschüsse für den Wiederaufbau kommunaler Infrastruktur wie Sporthallen oder Versorgungsnetze.

Zudem können die betroffenen Gebiete zu sogenannten Sonderaktionszonen erklärt werden. Dadurch lassen sich Wiederaufbau- und Reparaturmaßnahmen deutlich beschleunigen. Behörden können Aufträge im Eilverfahren vergeben und in Ausnahmefällen auch Grundstücke schneller in Anspruch nehmen, um die Versorgung und andere wichtige öffentliche Dienste rasch wiederherzustellen.

14 Regionen: ein Beschluss

Betroffen sind insgesamt 14 autonome Regionen: Andalusien, Aragonien, Asturien, die Balearen, Kastilien-La Mancha, Kastilien und León, Katalonien, Galicien, La Rioja, Madrid, Murcia, Navarra, das Baskenland und die Valencianische Gemeinschaft.

Der Beschluss berücksichtigt zudem einzelne Naturkatastrophen außerhalb des eigentlichen Zeitraums. Dazu zählen unter anderem die Schäden, die das Sturmtief "Marta" Anfang Februar in Katalonien verursacht hatte und die bislang noch nicht von staatlichen Hilfsmaßnahmen erfasst worden waren.

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