Wegen der Spannungen im Golf verlegt Qatar Airways aus Sicherheitsgründen zwanzig Maschinen auf einen abgelegenen Flughafen im Osten Spaniens.
Qatar Airways stellt einen Teil ihrer Flotte in Spanien ab. Der anhaltende Krieg im Nahen Osten und im Golf bringt den Luftverkehr weiter massiv durcheinander.
Nach Angaben der Flugverfolgungs-Website Flightradar24 (Quelle auf Englisch) hat die Airline inzwischen rund zwanzig Maschinen auf den Flughafen Teruel in Ostspanien verlegt, einen staatlichen Airport, der als eines der größten Wartungs- und Abstellzentren für Flugzeuge in Europa gilt.
Der Schritt spiegelt den ausgedünnten Flugplan der Gesellschaft wider. Wegen der Luftraumbeschränkungen braucht Qatar Airways weniger Flugzeuge für den Betrieb von ihrem Drehkreuz, dem Hamad International Airport in Doha.
In einer Stellungnahme erklärte Qatar Airways gegenüber Doha News (Quelle auf Englisch): „Aufgrund der derzeit außergewöhnlichen Lage in der Region und der daraus resultierenden, nicht von uns zu beeinflussenden Störungen im Flugbetrieb hat Qatar Airways einen Teil ihrer Flugzeuge auf ausgewählten Flughäfen außerhalb Katars positioniert.“
„Dies ist eine vorübergehende Maßnahme, und die Flugzeuge kehren schrittweise in den Linieneinsatz zurück, sobald sich der Flugbetrieb wieder auf ein normales Niveau einpendelt.“
Teruel ist ein abgelegener, „winziger“ Flughafen im ländlichen Spanien, schreibt der Independent (Quelle auf Englisch). Während der Covid-19-Pandemie diente er bereits als großes Abstellfeld für gegroundete Jets und nahm zeitweise rund 140 Maschinen auf.
Durch seine Lage zwischen mehreren Großstädten – darunter Madrid, Barcelona, Valencia, Saragossa und Bilbao – hat sich Teruel zu einem Standort für die Luftfahrtindustrie entwickelt. Der Flughafen gilt als eines der größten europäischen Zentren für Wartung, Reparatur und Überholung (MRO).
Das Gelände umfasst 540 Hektar. Die Start- und Landebahn ist 2 825 Meter lang, und auf dem Vorfeld können bis zu 400 Flugzeuge abgestellt werden.
Die Entscheidung Katars, einen Teil der Flotte zu verlegen, fällt in eine der schwersten Störungen der weltweiten Luftfahrt seit Jahren.
Seit der Eskalation des Iran-Kriegs Ende Februar bleibt der Luftraum über weiten Teilen der Golfregion nach Raketen- und Drohnenangriffen teilweise oder komplett gesperrt.
Wichtige Luftkorridore zwischen Europa, Asien und Afrika sind stark betroffen. Viele Airlines streichen Flüge, routen Flugzeuge um und müssen deutlich höhere Treibstoffkosten verkraften.
Branchenschätzungen zufolge sind in der Region bereits Tausende Flüge ausgefallen. Große Drehkreuze wie Doha, Dubai und Abu Dhabi spüren die Folgen besonders deutlich.
Qatar Airways fliegt bis zum 28. März nach einem angepassten, eingeschränkten Flugplan von und zum Hamad International Airport.