Viele asiatische Staaten sind stark auf Öl angewiesen, das durch die Straße von Hormus läuft. Beliebte Urlaubsziele begrenzen nun den Treibstoffverbrauch, der Konflikt dauert bereits die vierte Woche.
Flugausfälle und Reisewarnungen infolge des US-israelischen Angriffs auf den Iran setzen der Tourismusbranche im Nahen Osten massiv zu. Die Folgen des Konflikts spürt jedoch längst nicht nur die Region.
Asiens Volkswirtschaften gehören zu den am stärksten Betroffenen. Länder wie Indien, China, Japan und viele Staaten in Südostasien sind stark auf importiertes Öl angewiesen, das durch die enge Straße von Hormus transportiert wird.
Nun greifen einige beliebte Reiseländer zu Maßnahmen, um den Kraftstoffverbrauch im eigenen Land zu senken.
Das sind die wichtigsten Punkte für Reisende.
Sri Lanka begrenzt Tankmengen - Ausnahmen für Hotels und Reiseveranstalter
Sri Lanka zählte im Jahr 2024 rund 2,05 Millionen ausländische Gäste. Mehr als die Hälfte kam aus Europa, darunter knapp 180.000 Besucherinnen und Besucher aus dem Vereinigten Königreich und über 135.000 aus Deutschland, wie die sri-lankische Tourismusbehörde mitteilt.
Als Reaktion auf die Krise führt die Regierung für nicht systemrelevante Staatsbedienstete eine Vier-Tage-Woche ein. Der zusätzliche freie Tag ist der Mittwoch.
Außerdem gelten Beschränkungen beim Tanken. In einem aktualisierten Reisehinweis zu Sri Lanka betont das britische Außenministerium (FCDO) jedoch, dass es für Reiseveranstalter und Hotels Sonderregelungen geben soll, um den Tourismus möglichst wenig zu beeinträchtigen.
Ägypten verkürzt Öffnungszeiten von Geschäften und Restaurants
Ägypten erlebte 2025 dank der Eröffnung des lang erwarteten Grand Egyptian Museum ein Rekordjahr im Tourismus. Laut dem jüngsten UN-Tourismusbarometer kamen 19 Millionen internationale Gäste, ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Abgesehen von dem Hinweis, eine Eskalation könne zu Reisebehinderungen und anderen unvorhergesehenen Folgen führen, hat das FCDO seine Empfehlungen für Ägypten bislang nicht geändert. Weiterhin rät London von Reisen in das Gouvernement Nordsinai an der Grenze zum Gazastreifen sowie an die Grenze zu Libyen ab.
Später in diesem Monat ändern sich jedoch die Schließzeiten von Läden, Einkaufszentren und Restaurants. Die Regierung will so den Energieverbrauch senken.
Nach Angaben von Egypt Today (Quelle auf Englisch) sollen die Geschäfte an Wochentagen künftig bereits um 21 Uhr schließen, donnerstags und freitags um 22 Uhr. Die Regelung gilt zunächst für einen Monat ab dem 28. März. In Ägypten dauert die Arbeitswoche von Sonntag bis Donnerstag, die längeren Öffnungszeiten fallen also auf die Abende des Wochenendes.
Thailand: Spritmangel belastet Taxiverkehr
Thailand verzeichnete im vergangenen Jahr fast 33 Millionen ausländische Besucherinnen und Besucher, darunter jeweils rund 41.000 Menschen aus Großbritannien und Deutschland sowie 40.000 aus Spanien.
Wegen Treibstoffknappheit müssen Reisende am Suvarnabhumi-Flughafen, dem Hauptairport von Bangkok, mit langen Wartezeiten rechnen. Normalerweise bedienen etwa 6.000 Taxis den Flughafen, derzeit sind es laut The Nation Thailand (Quelle auf Englisch) nur rund 2.500. Viele Fahrer meiden zudem längere Strecken, weil sie fürchten, unterwegs ohne Sprit liegenzubleiben.
Für Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden die Spritpreise gedeckelt. Verkehrsunternehmen sollen die Fahrpreise vorerst nicht anheben, berichtet die Bangkok Post (Quelle auf Englisch).