Weltklasse-Tauchen, unberührte Natur und ein reiches kulturelles Erbe locken Reisende zurück auf den abgelegenen Inselarchipel in Ozeanien.
Die Salomonen, ein kleiner Inselstaat in Ozeanien, haben im Jahr 2025 ihre bislang beste Tourismussaison seit der Covid‑Pandemie verzeichnet.
Hauptgrund sind verstärkte Werbe- und Marketingkampagnen. Zudem hat das Land im vergangenen Jahr mehrere wichtige Regionalkonferenzen ausgerichtet, darunter das 54. Pacific Islands Forum Leaders Meeting und das Pacific Ministers Water and Wastewater Management Meeting.
Nach Angaben des Solomon Islands National Statistics Office (SINSO) stieg die Zahl der Gäste von Januar bis Dezember vergangenen Jahres im Vergleich zu 2024 um 13,6 Prozent. Insgesamt reisten 2025 28.548 Besucherinnen und Besucher auf die Salomonen.
Das sind nur 382 weniger als der Rekordwert von 28.930 Touristinnen und Touristen im Jahr 2019. Kurz darauf schloss das Land seine Grenzen für 800 Tage, um das Einschleppen von Covid möglichst zu verhindern.
Vor allem Urlaubsreisen sorgten für den Zuwachs: Sie nahmen 2025 im Vergleich zu 2024 um 34,3 Prozent zu.
Besonders stark wuchs die Zahl der Gäste aus China. Ihre Ankünfte legten 2025 gegenüber dem Vorjahr um 64,5 Prozent zu. Auslöser war vor allem das gegenseitige visafreie Reiseabkommen, das China und die Salomonen im November 2024 geschlossen haben.
Die Zahl der australischen Gäste stieg 2025 im Vergleich zu 2024 um 15,4 Prozent. Sie stellten damit 32,3 Prozent aller Besucherinnen und Besucher. Aus Neuseeland kamen 14,5 Prozent mehr Touristinnen und Touristen als im Vorjahr. Aus Fiji blieb die Nachfrage nahezu stabil, mit einem minimalen Plus von 0,1 Prozent.
Die meisten Gäste kamen im August und September. Hauptgrund waren die zahlreichen Konferenzen in diesem Zeitraum.
„Unser Ziel bleibt, die Ankünfte aus unseren wichtigsten Herkunftsmärkten wieder aufzubauen und weiter zu steigern. Das Gesamtresultat 2025 zeigt deutlich, dass wir den Zahlen von vor Covid immer näher kommen – und sie auf Sicht sogar übertreffen können“, sagte Dagnal Dereveke, amtierender Geschäftsführer von Tourism Solomons.
Salomonen: Was Reisende sehen und erleben
Der Archipel aus fast tausend Inselnbietet einsame Traumstrände, Tauchreviere von Weltrang, eine lebendige Kultur und weitgehend unberührte Natur.
Reisende können an den Stränden Bonegi Beach I und II zwischen versunkenen japanischen Schiffswracks aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs tauchenund schnorcheln.
Weitere hervorragende Tauch- und Schnorchelspots bietet die Marovo-Lagune, die größte Salzwasserlagune der Welt, mit spektakulärer Unterwasserwelt und farbenfrohen Korallenriffen.
Auch die Western Province zieht Naturfans an: Die Region beherbergt eine große Artenvielfalt mit Delfinen, Meeresschildkröten und Riffhaien.
Wandern Sie zu den Tenaru Falls und genießen Sie weite Ausblicke auf tropischen Regenwald und Berge. Oder besuchen Sie Kennedy Island und picknicken Sie an der Stelle, an der John F. Kennedy 1943 an Land schwamm. Ein weiteres Highlight ist Skull Island mit Schreinen, in denen die Schädel früherer Stammeshäuptlinge aufbewahrt werden.
Wer das Inselleben und den Regenwald besser verstehen möchte, besucht das Peter Joseph WWII Museum. Das ungewöhnliche Museum besteht aus Fundstücken, die im umliegenden Dschungel entdeckt wurden.
Ein weiteres Museum unter freiem Himmel, das Vilu War Museum, zeigt zurückgelassene japanische und US‑Geschütze und Flugzeuge inmitten eines tropischen Gartens.
Wer etwas Besonderes sucht, fährt zu den Thermalquellen auf Savo Island. Dort lassen sich Großfußhühner, sogenannte „Vulkanhühner“, beobachten, die ihre Eier in den geothermisch aufgeheizten Sand legen.
Auf dem Honiara Central Market können Besucherinnen und Besucher zwischen Kunsthandwerk und frischen Lebensmitteln stöbern. Alternativ bietet sich eine Tour in ein traditionelles Dorf an, um lokale Tänze zu erleben.
Mit mehr als siebzig gesprochenen Sprachen und Bräuchen wie Muschelgeld oder Reisen im Einbaumkanu erleben Gäste auf den Salomonen eine außergewöhnlich vielfältige Kultur.