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Polen sucht Klarheit: USA sichern Warschau Unterstützung zu

Vizepremier und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz hat am Dienstag, dem 19. Mai 2026, mit dem Pentagon-Chef Pete Hegseth gesprochen.
Vizepremier und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz hat am Dienstag, 19. Mai 2026, mit Pentagon-Chef Pete Hegseth gesprochen. Copyright  (AP Photo/Manuel Balce Ceneta) & (AP Photo/Czarek Sokolowski)
Copyright (AP Photo/Manuel Balce Ceneta) & (AP Photo/Czarek Sokolowski)
Von Aleksandra Galka Reczko
Zuerst veröffentlicht am
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Polens Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erhielt nach einem Gespräch mit Pentagonchef Pete Hegseth Zusicherungen für die Sicherheit Polens. Hintergrund sind US-Pläne zur Neuaufstellung ihrer Truppen in Europa.

Der polnische Vizepremier und Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erklärte, er habe während eines Gesprächs mit Pentagonchef Pete Hegseth am Dienstag die Zusicherung erhalten, dass die USA weiterhin uneingeschränkt zur Sicherheit Polens stehen.

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Kosiniak-Kamysz betonte, die militärischen Beziehungen zwischen beiden Ländern seien stark und dies sei im Gespräch nochmals eindeutig bestätigt worden. "Ich habe mehrfach gehört, dass Polen ein vorbildlicher Verbündeter ist und sich voll auf die USA verlassen kann", sagte er.

Umgruppierung statt Abzug

Kosiniak-Kamysz äußerte sich zudem zu Berichten über Veränderungen bei der Stationierung US-amerikanischer Truppen in Europa. Zwar laufe derzeit eine Umstrukturierung und Verlegung von US-Streitkräften und militärischen Mitteln auf dem Kontinent, betonte er. Eine Entscheidung über eine Verringerung der militärischen Fähigkeiten der USA in Polen gebe es jedoch nicht.

"Die derzeit getroffenen Entscheidungen richten sich in keiner Weise gegen unsere strategische Partnerschaft. Das Pentagon arbeitet aktuell an einem neuen Stationierungsplan für seine Streitkräfte in ganz Europa", erklärte der Minister in einem Beitrag auf X.

Der Vizepremier teilte außerdem mit, dass er sich mit Hegseth auf eine weitere Zusammenarbeit verständigt habe, um ein langfristiges Modell für die Präsenz amerikanischer Truppen in Polen auszuarbeiten und gemeinsam die Sicherheit des Landes zu stärken.

Washington rückt von früheren Plänen für Polen ab

Das Gespräch zwischen dem polnischen Verteidigungsminister und Pentagonchef Pete Hegseth findet zu einem politisch sensiblen Zeitpunkt statt.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal hatte US-Präsident Donald Trump im April erwogen, amerikanische Truppen innerhalb Europas zu verlegen. Am 8. Mai erklärte Trump zudem, er schließe nicht aus, US-Soldaten von Deutschland nach Polen zu verlegen. Polen hatte er zuvor gemeinsam mit Rumänien, Litauen und Griechenland zu den "loyalen" Partnern gezählt.

"Polen würde das wollen", sagte Trump damals bei einem Briefing mit Journalisten vor seinem Abflug zu seinem Golfclub in Virginia. Wie Euronews vergangene Woche bestätigte, haben die USA jedoch ihre Pläne aufgegeben, zusätzlich 4.000 Soldaten im Rahmen von Rotationen nach Polen zu entsenden.

Gleichzeitig wird der Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland beschleunigt – darüber hatte auch Reuters berichtet. Die Entscheidung ist Teil einer umfassenderen Neuaufstellung der US-Streitkräfte in Europa, die nach einem scharfen diplomatischen Konflikt zwischen Washington und Berlin angestoßen wurde.

Vor diesem Hintergrund war es der polnischen Seite wichtig, klare Zusicherungen zu erhalten, dass Polen nicht von Kürzungen betroffen sein wird und das Engagement der USA für die Sicherheit des Landes unverändert bestehen bleibt.

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