Mit dem neuen Terminal 3 beginnt am Frankfurter Flughafen ein neues Kapitel: In den kommenden drei Monaten verlagern alle Fluggesellschaften aus Terminal 2 schrittweise ihren Betrieb in das neue Gebäude.
Mit mehr als 57,5 Millionen Fluggästen im vergangenen Jahr gehört der Frankfurter Flughafen zu den am stärksten frequentierten Airports der Welt im internationalen Reiseverkehr.
Mit der Eröffnung des Terminals 3 dürfte diese Zahl weiter steigen.
Das Hauptterminal sowie die beiden Flugsteige H und J, die für die Abfertigung von bis zu 19 Millionen Fluggästen pro Jahr ausgelegt sind, werden am Mittwoch, 23. April, offiziell eröffnet.
Mit den anderen Terminals ist das neue Gebäude über den Sky Line People Mover verbunden. Damit erreichen Passagiere das Terminal in nur acht Minuten.
Welche Fluggesellschaften ziehen in das Terminal 3?
Alle Airlines, die derzeit vom Terminal 2 aus operieren, werden in den kommenden drei Monaten in das neue Gebäude umziehen.
Zu den ersten Fluggesellschaften gehören Cathay Pacific, China Airlines, Emirates, Etihad Airways, Korean Air und Qatar Airways.
Auf der Website des Frankfurter Flughafens ist einsehbar, welche Fluggesellschaft wann in das neue Terminal wechselt.
Die Airlines des Terminals 1, darunter die Lufthansa Group und ihre Star-Alliance-Partner wie Air Canada und United Airlines, bleiben hingegen an ihrem bisherigen Standort.
Das Design von Terminal 3
Für das Design des neuen Terminals zeichnet der deutsche Architekt Christoph Mäckler verantwortlich. Sein Konzept sieht vor, Flugsteige, Gates und Lounges in eine Art städtische Struktur zu verwandeln - mit Straßen und Plätzen als Vorbild. Das Terminal soll so den Charakter einer eigenständigen Stadt erhalten.
Über seine Arbeit schrieb Mäckler: "Heutzutage sind Flughäfen selbst zu einem Reiseziel geworden. Tatsächlich haben sie oft mehr Besucher als viele Innenstädte."
"Umso wichtiger ist es, dass Flughäfen auch einige Funktionen von Städten übernehmen. Im Terminal 3 setzen wir genau das um."
Das siebenstöckige Hauptgebäude fällt durch seine leicht nach außen gewölbte Fassade auf. Hinter der Sicherheitskontrolle gelangen Reisende auf den sogenannten Hauptmarkt, der von einer wellenförmigen, reflektierenden Stahldecke geprägt ist.
Der Frankfurter Künstler Tobias Rehberger ist "Artist in Residence" des Terminals. Im Laufe des kommenden Jahres sollen weitere Werke hinzukommen.
Seine im gesamten Gebäude verteilten Kunstwerke und Installationen kreisen um das Thema Übergang und tragen Slogans wie "Say Hello To Goodbye" oder "In 2 Tagen ist morgen irgendwo anders gestern".
Essen und Trinken im Terminal 3
Im Hauptgebäude des Terminals gibt es zwei Food Courts, eine Bar und zahlreiche weitere gastronomische Angebote.
Zu den auffälligsten Konzepten gehören EL&N London, das für seine fotogenen Speisen bekannte Café, das Sophia Loren Restaurant mit italienischer Küche sowie die Origin Bar + Eatery.
Außerdem können Reisende bei Brot. Backwaren und Gerichte des bekannten Bäckers Axel Schmitt probieren. Für einen schnellen Imbiss stehen unter anderem Asia Street Cooking und Burger King zur Verfügung.
Am Flugsteig J gibt es Porridge bei Haferkater, Sandwiches bei Mainbissen und frische Pasta bei Zigolini.
Am Flugsteig H befinden sich Brewgate, das Bier und Kaffee anbietet, sowie die Coffeeshops Brew'd und Espresso House.
Einkaufen am Flughafen Frankfurt
Neben den üblichen Duty-free-Geschäften finden sich im Terminal 3 unter anderem das Herrenmodegeschäft BOSS, der Juwelier CHRIST, der Strumpfwarenspezialist FALKE, das Lederwarenlabel LONGCHAMP, Montblanc, Victoria's Secret, Sunglass Hut und TUMI.
Wer nach der Sicherheitskontrolle feststellt, das Ladegerät vergessen zu haben, kann bei CAPI Electronics Ersatz kaufen. Für Souvenirs und kleinere Mitbringsel ist Germany On My Mind die passende Adresse.
Auch Gatezero, ein Concept Store mit Mode und Accessoires aus der Streetwear- und Urban-Culture-Welt, wird im Terminal eröffnen.
Wer vor dem Abflug noch etwas Schlaf braucht, kann sich einen Platz in einem der Napcabs buchen.