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Teneriffa oder Lanzarote: welche Kanareninsel passt besser zum Urlaub?

Teneriffa und Lanzarote haben beide ihren Reiz, aber welche Kanareninsel passt zu dir?
Teneriffa oder Lanzarote: Welche Kanareninsel passt zu Ihnen? Copyright  Canva
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Von Saskia O'Donoghue
Zuerst veröffentlicht am
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Beide Inseln locken mit Sonne, Stränden und Vulkanlandschaften, doch Teneriffa und Lanzarote könnten kaum unterschiedlicher sein. Hier erfahren Sie, welche Kultur, Küche und Hotels Sie erwarten – und welche Kanareninsel zu Ihnen passt.

Sie planen einen Urlaub auf den Kanaren? Teneriffa und Lanzarote gehören zu den bekanntesten Inseln des Archipels, doch die Wahl zwischen beiden fällt nicht immer leicht.

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Beide Inseln bieten viel Sonne, schöne Strände und spektakuläre Landschaften. Die Urlaubserlebnisse unterscheiden sich jedoch deutlich. Teneriffa verbindet vulkanische Szenerie mit lebhaften Ferienorten, grüner Natur und einem großen Freizeitangebot. Lanzarote steht für karge Landschaften, charakteristische Architektur und eine entspannte Atmosphäre.

Ich reise gern auf die Kanaren, denn sie eignen sich als Ziel für das ganze Jahr. Ich war jeweils zweimal auf Teneriffa und Lanzarote. Beide Inseln haben ihren eigenen Reiz – egal, ob Sie Abenteuer, Nachtleben, Kultur oder einfach eine Auszeit suchen.

So unterscheiden sich die beiden Inseln.

Teneriffa bietet beeindruckende Landschaften und viel Spaß
Teneriffa bietet beeindruckende Landschaften und viel Spaß Maria Lupan/Unsplash

Teneriffa

Wer an die Kanaren denkt, hat oft zuerst Teneriffa vor Augen. Die Insel ist die größte und touristisch am stärksten erschlossene und zieht Familien ebenso an wie Paare.

Eines hat die Insel auf jeden Fall zu bieten: Spaß. Für Adrenalin-Fans jeden Alters ist ein Besuch im Siam Park in Costa Adeje ein Muss. Der Wasserpark gilt bei Portalen wie Tripadvisor regelmäßig als bester der Welt und lockt mit unzähligen Rutschen und Becken.

Tierliebhaber zieht es in den Loro Parque, der bei den Tripadvisor Travellers' Choice Awards zu den besten Zoos weltweit zählt.

Kultur spielt auf Teneriffa ebenfalls eine große Rolle – besonders im Februar und März, wenn der Karneval von Santa Cruz stattfindet, einer der größten der Welt nach Rio de Janeiro.

Das Óscar-Domínguez-Institut im Tenerife Espacio de las Artes lohnt sich das ganze Jahr über: Dort ist eine bedeutende Sammlung von Gemälden, Zeichnungen und surrealistischen Objekten des auf Teneriffa geborenen Künstlers zu sehen.

Strände gibt es für jeden Geschmack: schwarzer Vulkansand etwa am Playa Jardín, goldener Sand an der Playa de las Teresitas und eine dramatische Küstenkulisse bei Los Gigantes.

Viele Teile Teneriffas sind zugegeben gut besucht. Doch wer Ruhe sucht, findet sie.

Dafür eignet sich vor allem der weniger erschlossene Norden. In Garachico locken Kopfsteinpflastergassen und die natürlichen Lavapools der Piscinas Naturales El Caletón. San Cristóbal de La Laguna, UNESCO-Weltkulturerbe, besticht mit viel Geschichte und farbenfrohen Häusern.

Für Wanderer ist Teneriffa ein Traum. Die ganze Insel wird vom Vulkan Pico del Teide beherrscht, dem höchsten Berg Spaniens, rund um den ein Netz eindrucksvoller Wanderwege verläuft.

Auf Teneriffa gibt es viele einfache, preisgünstige Unterkünfte. Gleichzeitig finden sich zahlreiche stilvolle Hotels für einen eleganten Aufenthalt.

Das Royal Garden Villas Luxury Hotel and Spa in Costa Adeje verfügt über 28 Villen, jeweils mit eigenem Pool. Das Gran Meliá Palacio de Isora beherbergt den größten Infinity-Salzwasserpool eines europäischen Hotels – er ist stolze 400 Meter lang.

Für mich punktet Teneriffa vor allem mit seiner Vielfalt. Man kann hier problemlos eine Woche verbringen, ohne jeden Tag dasselbe zu unternehmen. Außerdem ist die Insel dank ihrer zwei Flughäfen und häufiger täglicher Flüge etwas leichter erreichbar als Lanzarote – für die perfekte Reise ist das jedoch nur ein Teil der Rechnung.

César Manriques Einfluss macht Lanzarote zu der Insel, die sie heute ist 
César Manriques Einfluss macht Lanzarote zu der Insel, die sie heute ist  Andrea Huls Pareja/Unsplash

Lanzarote

Teneriffa hat kulturell viel zu bieten. Im Schatten steht es dennoch oft hinter Lanzarote, das für viele die erste Wahl ist, wenn der Urlaub etwas anders sein soll.

Ein wesentlicher Grund dafür ist der Künstler, Architekt und Visionär César Manrique. Sein Vermächtnis sorgt dafür, dass alle Häuser weiß gestrichen sind und es kaum Gebäude mit mehr als zwei Stockwerken gibt. Die Architektur fügt sich so in die Vulkanlandschaft ein, statt mit ihr zu konkurrieren. Viele seiner Werke gelten heute als Pflichtprogramm für Besucher.

Die öffentlich zugängliche Fundación César Manrique befindet sich in seinem früheren Wohnhaus. Der Bau liegt im Vulkangestein, mit Räumen in natürlichen Lavablasen, eingerichtet mit Möbeln aus der Mitte des 20. Jahrhunderts.

Ein weiteres Highlight sind die Jameos-del-Agua-Höhlen, Manriques berühmtestes Projekt in einem Lavatunnel des Corona-Vulkans. Dort befindet sich ein unterirdischer See, entstanden aus eindringendem Meerwasser und Lebensraum des blinden Albino-Krebses, einer auf Lanzarote endemischen Art. In dem Tunnel liegt auch ein auffälliges Restaurant, in dem Sie lokale Küche mitten im Vulkan genießen können.

Lanzarote hat jedoch weit mehr zu bieten als Manriques Erbe.

Die Insel wirkt insgesamt ungewöhnlich. Ihre Landschaft erinnert an eine Mondoberfläche mit rund 300 Vulkankegeln und großen schwarzen Lavafeldern, die manchen Gegenden fast etwas Unirdisches verleihen.

Die besondere Szenerie setzt sich in den Weinbergen fort, vor allem in La Geria. Dort wachsen die Reben im Vulkansand, und der Wein entsteht nach einer Methode, die es nur auf Lanzarote gibt. Im Nationalpark Timanfaya erleben Besucher eindrucksvolle geothermalische Vorführungen.

Lanzarote ist auch bei Rennradfahrern beliebt, die ein dichtes Netz kurviger Strecken vorfinden, und Surfer entdecken entlang der Küste viele entspannte Spots. Zudem locken schöne Strände – vom goldenen Sand der Playa Blanca bis zu den raueren Buchten rund um Papagayo.

Viele Unterkünfte auf Lanzarote wirken etwas individueller und designorientierter als auf Teneriffa.

Die rustikale Finca Malvasia, ein umgebautes Bauernhaus mit traumhaftem Pool, umgeben von Weingärten auf Vulkanboden, diente bereits als Kulisse für Modestrecken. Das Hotel Palacio Ico liegt in einem Palast aus dem 17. Jahrhundert in Teguise und beherbergt ein von Michelin empfohlenes Restaurant.

Für mich ist Lanzarote die prägnantere Insel. Auf Teneriffa gibt es mehr Angebote und Aktivitäten, doch Lanzarote besitzt einen stärkeren eigenen Charakter. In Europa findet man kaum einen anderen Ort, der so aussieht – oder sich so anfühlt – wie diese Insel.

Egal, für welche Insel Sie sich entscheiden: Probieren Sie unbedingt einige kulinarische Klassiker der Kanaren. Dazu gehören Papas Arrugadas, in Salzwasser gekochte und dadurch schrumpelige Kartoffeln, sowie Sancocho Canario, ein traditionelles Gericht mit gesalzenem Fisch, das perfekt zu der würzigen Mojo-Sauce passt – einem Grundpfeiler der kanarischen Küche.

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