Nach Medieninformationen wurde eine wichtige Anlage nahe dem Brandenburger Kohlekraftwerk Jänschwalde mehrfach mit Raketen beschossen. Einsatzkräfte sollen vor Ort weitere Raketen entdeckt und entschärft haben.
Am Umspannwerk Turnow/Preilack nahe dem Kraftwerk Jänschwalde in Südbrandenburg hat es am Dienstag offenbar einen Zwischenfall gegeben. Nach Informationen der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) haben Sicherheits- und Unternehmenskreise den Vorfall bestätigt.
Einsatzkräfte sollen vor Ort mehrere mutmaßlich selbstgebaute Vorrichtungen für mit Sprengstoff bestückte Raketen entdeckt und entschärft haben.
Zudem wurde das Umspannwerk selbst offenbar mehrfach beschossen und auch getroffen.
Das mutmaßliche Ziel war offenbar, einen großflächigen Stromausfall rund um das nahegelegene Kohlekraftwerk herbeizuführen. Nach ersten Erkenntnissen kam es dazu jedoch nicht.
Die Polizeidirektion Cottbus teilte mit, dass das Polizeipräsidium in Potsdam die Kommunikation zu dem Vorfall übernommen habe. Auch das Brandenburger Innenministerium verwies darauf.
Eine offizielle Stellungnahme der Polizei oder des Netzbetreibers 50Hertz, der das Umspannwerk betreibt, lag zunächst nicht vor.
Das Umspannwerk Turnow/Preilack liegt in der Gemeinde Turnow-Preilack im Landkreis Spree-Neiße in Brandenburg. Die Anlage ist ein wichtiger Knotenpunkt im Stromnetz der Lausitz und steht in Verbindung mit dem nahegelegenen Braunkohlekraftwerk Jänschwalde.
Das Braunkohlekraftwerk Jänschwalde gehört zu den größten Kraftwerken Deutschlands. Mit einer Leistung von insgesamt 2.000 Megawatt rangiert es auf Platz vier. Jänschwalde liefert Strom für mehrere Millionen Haushalte und spielt zugleich eine Rolle bei der Fernwärmeversorgung der Stadt Cottbus. Rund fünf Kilometer Luftlinie nördlich des Kraftwerks liegt das Umspannwerk Turnow-Preilack.
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