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Extremwerte durch Saharastaub: Zypern ruft Alarmzustand aus

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Von Ioannis Karagiorgas mit ΚΥΠΕ
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Eine massive Staubwolke aus Afrika hat Zypern in Alarmbereitschaft versetzt und die Feinstaubwerte auf teils extreme Höhen getrieben. Behörden schlagen Alarm, Schulen verschärfen Schutzmaßnahmen, und besonders gefährdete Menschen sollen das Freie meiden.

Zypern wurde wegen einer Staubwolke aus Afrika, die das Land überzogen hat, in Alarmbereitschaft versetzt.

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Nach Angaben der Arbeitsaufsichtsbehörde hat die Staubkonzentration auf der gesamten Insel besonders hohe Werte erreicht und liegt damit deutlich über den üblichen Grenzwerten.

Experten weisen darauf hin, dass die Konzentration von Mikropartikeln erhöht ist, und rufen insbesondere gefährdete Bevölkerungsgruppen dazu auf, ihre Belastung zu reduzieren, indem sie unnötige Aufenthalte im Freien vermeiden, bis das Phänomen abklingt.

Zugleich wird empfohlen, Arbeiten im Freien vorübergehend einzustellen, bis sich die atmosphärischen Bedingungen verbessern.

Das Ministerium für Meteorologie hat eine Notfallwarnung wegen intensiver Staubentwicklung herausgegeben. Diese hält seit den frühen Morgenstunden des Freitags an und wird voraussichtlich bis zum frühen Samstagmorgen andauern.

Gleichzeitig hat das Bildungsministerium wegen der schlechten Luftqualität Schutzmaßnahmen für Schulen angeordnet.

Der Leiter des Amtes für Zivilschutz, Sicherheit und Gesundheit, Elias Markatzis, betonte, dass Schüler und Lehrer in den Schulgebäuden bleiben und Aktivitäten im Freien vermeiden sollen.

Zudem sollen die Klassenräume geschlossen bleiben und Fenster nicht geöffnet werden. Innerhalb der Schule wird empfohlen, sich nur so viel wie unbedingt nötig zu bewegen. Besondere Vorsicht gilt für Menschen mit Atemwegserkrankungen sowie andere gefährdete Gruppen.

Nach Angaben der Behörden lagen die stündlichen Staubkonzentrationen um 7:00 Uhr in mehreren Regionen deutlich über den Grenzwerten: in Nikosia bei 1.167,7 μg/m³, in Limassol bei 161,8 μg/m³, in Larnaca bei 481,3 μg/m³, in Paralimni bei 326,4 μg/m³, in Paphos bei 793,8 μg/m³, in Zygi bei 191,8 μg/m³ und in Agia Marina Xyliatou bei 2.047,0 μg/m³.

Als "Staub" gilt dabei lungengängiger Feinstaub mit einem Durchmesser von weniger als 10 Mikrometern (PM10). Der gesetzliche Grenzwert bezieht sich auf den Tagesmittelwert und liegt bei 50 μg/m³.

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