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Russland: Ex-Gouverneur von Kursk zu 14 Jahren Haft und 400-Millionen-Strafe verurteilt

Der russische Präsident Wladimir Putin im Gespräch mit dem amtierenden Gouverneur der Region Kursk, Alexej Smirnow, während einer Videokonferenz, 8. August 2024.
Der russische Präsident Wladimir Putin im Gespräch mit dem amtierenden Gouverneur der Region Kursk, Alexej Smirnow, während einer Videokonferenz, 8. August 2024. Copyright  AP Photo
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Von Marfa Vasileva
Zuerst veröffentlicht am
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Der frühere Gouverneur der Region Kursk wurde in zwei Fällen der Bestechungsannahme in besonders großem Umfang schuldig gesprochen – unter anderem im Zusammenhang mit dem Bau von Verteidigungsanlagen an der Grenze zur Ukraine.

Das Leninski-Bezirksgericht in Kursk hat den früheren Gouverneur der Region, Alexej Smirnow, zu 14 Jahren Haft in einer Strafkolonie mit verschärften Bedingungen sowie zu einer Geldstrafe von 400 Millionen Rubel verurteilt, wie die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass berichtete.

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Zudem ordnete das Gericht die Einziehung von 20,9 Millionen Rubel (ungefähr knapp über 227.000 Euro) an. Smirnow wurde außerdem der Ehrentitel "Verdienter Arbeiter des Wohnungs- und Kommunalwesens der Russischen Föderation" aberkannt. Das Gericht befand den Ex-Gouverneur in zwei Fällen der Bestechungsannahme in besonders großem Umfang für schuldig.

Die Vorwürfe stehen unter anderem im Zusammenhang mit dem Bau von Verteidigungsanlagen an der Grenze zur Ukraine. Smirnow hatte laut dem Medium Meduza im Laufe der Ermittlungen eingeräumt, von beteiligten Bauunternehmen Bestechungsgelder in Höhe von mehr als 20 Millionen Rubel angenommen zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hatte für Smirnow eine Haftstrafe von 15 Jahren in einer Strafkolonie gefordert. Der Ex-Gouverneur wies den Antrag zurück und bezeichnete ihn als "unverhältnismäßig hoch – insbesondere vor dem Hintergrund der vorprozessualen Vereinbarung".

Alexej Smirnow stand von Mai bis Dezember 2024 an der Spitze der Region Kursk. Im August desselben Jahres drangen ukrainische Streitkräfte in das Gebiet ein und hielten Teile der Grenzregion rund acht Monate lang besetzt.

Archiv: Russischer Panzer in der Region Kursk getroffen, 16. August 2024
Archiv: Russischer Panzer in der Region Kursk getroffen, 16. August 2024 AP Photo

Smirnow wurde im April 2025 in Moskau festgenommen. Am selben Tag nahmen die Behörden auch seinen ehemaligen Stellvertreter Alexej Dedow sowie Dmitri Schubin fest, der von den Ermittlern als Mittelsmann bei der Weiterleitung von Bestechungsgeldern bezeichnet wird.

Der Bau von zwei Verteidigungslinien in der Region war im Oktober 2022 abgeschlossen worden. Nach Angaben der Ermittler erhielt Smirnow gemeinsam mit dem damaligen ersten stellvertretenden Gouverneur Roman Starowoit und Dedow Bestechungsgelder in Höhe von 12,9 Millionen Rubel.

Im Juli 2025 wurde Starowoit in Moskau tot aufgefunden. Die Ermittler gehen von Selbstmord aus. Einer Version zufolge sollte er der nächste Angeklagte in dem Verfahren um den Bau der Verteidigungsanlagen in der Region Kursk werden.

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