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Russland: Yacht mit "gefährlicher Annäherung" im Ärmelkanal löste Warnschüsse aus

Eine Satellitenaufnahme des Vereinigten Königreichs und Frankreichs, getrennt durch den Ärmelkanal, aufgenommen am 13. September 2002.
Eine Satellitenaufnahme des Vereinigten Königreichs und Frankreichs, getrennt durch den Ärmelkanal, aufgenommen am 13. September 2002. Copyright  Public domain/Joowwww
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Von Gavin Blackburn & Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Der Vorfall ereignete sich Berichten aus Großbritannien zufolge am Dienstag gegen 11:40 Uhr zwischen der Isle of Wight und der Normandie.

Das britische Verteidigungsministerium (MOD) geht Berichten nach, wonach ein russisches Kriegsschiff im Ärmelkanal Warnschüsse in der Nähe einer Yacht abgegeben hat. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Press Association soll die russische Fregatte Admiral Grigorovich daran beteiligt gewesen sein.

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Der Vorfall hat sich demnach am Dienstag gegen 11:40 Uhr zwischen der Isle of Wight und der Normandie ereignet.

Russland erklärte indes am Dienstag, eines seiner Kriegsschiffe habe im Ärmelkanal Warnschüsse auf eine unter britischer Flagge fahrende Yacht abgegeben, nachdem diese sich „gefährlich genähert“ habe.

„Um die Aufmerksamkeit der Yachtbesatzung zu erregen, wurden Signalraketen abgefeuert und akustische Warnsignale gegeben. Trotz dieser Maßnahmen setzte das Schiff seine gefährliche Annäherung fort“, erklärte das russische Verteidigungsministerium in einer Mitteilung.

Daraufhin habe „der Kommandant der Fregatte entschieden, Warnschüsse mit Handfeuerwaffen in Richtung des Schiffs abzugeben“, hieß es weiter.

Der Vorfall ereignete sich der Quelle zufolge offenbar rund 20 Seemeilen (37 Kilometer) südlich der Isle of Wight – knapp außerhalb britischer Hoheitsgewässer.

Auf die Berichte über Warnschüsse angesprochen, erklärte ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums: „Wir untersuchen Berichte über einen Vorfall im Ärmelkanal.“

Nach bisherigen Erkenntnissen gab es weder Verletzte noch Schäden an der Yacht.

Der Zwischenfall ereignete sich nur zwei Tage, nachdem bewaffnete britische Einsatzkräfte im Ärmelkanal einen mit Sanktionen belegten Tanker geentert und festgesetzt hatten, der mutmaßlich zur russischen Schattenflotte gehört.

Berichten zufolge sehen die Behörden bislang keinen Zusammenhang zwischen den beiden Vorfällen.

Der Kapitän des Schiffes, ein indischer Staatsbürger, dem vorgeworfen wird, russisches Öl unter Verstoß gegen internationale Sanktionen im Zusammenhang mit Moskaus großangelegter Invasion in der Ukraine transportiert zu haben, wurde nach seinem Gerichtstermin am Dienstag in Untersuchungshaft genommen.

Die britische Staatsanwaltschaft erhob am Montag Anklage gegen Ajay Pant, den indischen Kapitän des Tankers Smyrtos, wegen des Verstoßes gegen britische Sanktionen gegen Russland, die nach der großangelegten Invasion der Ukraine im Jahr 2022 verhängt wurden.

Der 38-Jährige wurde am Dienstag per Videoschalte von einer Polizeistation in Bournemouth aus zu einer ersten Anhörung vor dem Magistrates’ Court in Southampton zugeschaltet.

Pant bestätigte lediglich seinen Namen und sein Geburtsdatum sowie seine Adresse in Indien. Angaben zu einem möglichen Schuldbekenntnis machte er nicht. Sein Anwalt beantragte, den Fall an ein Crown Court – ein höheres Strafgericht – zu verweisen.

Eine Anhörung zur Einlassung sowie zur Vorbereitung des Verfahrens vor dem Crown Court in Bournemouth ist für den 16. Juli angesetzt.

Weitere Quellen • AFP

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