Das Transhumanz-Fest ist nach Le Collet d’Allevard im Belledonne-Massiv zurückgekehrt. Dort versammelten sich einige Dutzend Menschen, um eine uralte alpine Tradition zu begleiten.
Aufnahmen zeigen rund 700 Schafe, Lämmer, Widder und Ziegen auf dem Weg zu hochgelegenen Weiden. Hirtinnen und Hirten aus der Region Gap treiben die Herden in ihre Sommerweiden.
Transhumanz ist eine jahrtausendealte Praxis: das Vieh zieht je nach Jahreszeit zwischen winterlichen Tallagen und sommerlichen Alpweiden hin und her.
Lange Zeit hat die Umstellung der Landwirtschaft und die Modernisierung der Viehzucht diese Tradition zurückgedrängt. Inzwischen erlebt sie in vielen Alpenregionen wieder neuen Zulauf.
Neben ihrem kulturellen Wert hilft sie, die Landschaft zu pflegen, die Artenvielfalt zu stützen und das Zuwachsen mit Buschwerk zu bremsen. So sinkt auch die Gefahr von Wald- und Flurbränden im Gebirge.