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Feuer auf Ferieninsel in Griechenland: Neun Orte auf Paros evakuiert

Brand (Archivfoto)
Brand (Archivbild) Copyright  ΑΠΕ-ΜΠΕ
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Von Akis Tatsis & ΑΠΕ-ΜΠΕ
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Der Brand ist erneut aufgeflammt und hat sich bis in den Süden von Paros ausgebreitet. Wegen erwarteter stärkeren Winden verstärkt die Feuerwehr ihre Kräfte.

Auf Paros haben Feuerwehrleute im Süden und Südosten der beliebten Ferieninsel an mehreren Fronten gegen die Flammen gekämpft. Am Mittwochmorgen teilte die griechische Feuerwehr mit, dass die Feuer zwar keine aktive Brandfronten mehr aufweisen, die Einsatzkräfte jedoch weiterhin in höchster Alarmbereitschaft blieben, um vereinzelte Glutnester zu bekämpfen und dem Brandrisiko bei starkem Wind entgegenzuwirken.

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Es sind weiterhin umfangreiche Boden- und Luftlöschkräfte auf Paros im Einsatz, die kontinuierlich Wasser abwerfen und Nachlöscharbeiten durchführen, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.

In der Nacht war das Feuer wieder stärker aufgeflammt, die Behörden ließen daraufhin Bewohner und Urlauber aus insgesamt zehn Gebieten in Sicherheit bringen.

Besondere Sorge bereiten den Behörden die starken Nordwinde. Sie erschweren den Zugang für die Bodeneinheiten der Feuerwehr und tragen Glut über weite Strecken, so dass immer wieder neue Brandherde entstehen.

parianostypos.gr

Feuer flammt nach Sonnenuntergang wieder auf

Der Brand war am Dienstagmittag in der Gegend Kabi ausgebrochen, nahe der Mülldeponie von Paros. Zunächst brannten Abfälle und niedrige Vegetation.

Die Flammen griffen rasch auf trockenes Gras, Felder und schwer zugängliche Hänge über. Nach Angaben des lokalen Portals parianostypos.gr galt das Feuer am späten Dienstagnachmittag als weitgehend eingegrenzt, flammte aber wieder auf, nachdem die Löschflüge mit Einbruch der Dunkelheit eingestellt werden mussten.

parianostypos.gr

In der Nacht zog die Feuerfront durch das Gebiet von Agkairia und bewegte sich weiter in Richtung Trypiti. Lokale Medien berichteten von einem zweiten Ausbreitungskorridor hinunter zum Strand von Faragas.

Das Portal fonitisparou.gr meldete, dass der Hügel Apianes und große Flächen entlang der Straße zum Kloster der Heiligen Theodoren verbrannt sind. Zudem habe es Stromausfälle in einem großen Teil des Südens von Paros gegeben.

Evakuierungen mehrerer Regionen nach Warnmeldungen über 112

Die Behörden verschickten von Dienstagnachmittag bis in die frühen Morgenstunden am Mittwoch vier aufeinanderfolgende Warnmeldungen an die Menschen, die sich auf Paros aufhalten, über den Notrufdienst 112.

Zuerst wurden alle, die sich in den Gebieten Agios Charalambos, Kabi, Bougados und Aneratza aufgefordert, in Richtung Aliki zu fliehen.

Kurz darauf folgte eine ähnliche Anordnung für die Gegend Kamari.

Um 01:31 Uhr mussten alle, die sich in Agkairia aufhielten, den Bereich verlassen und zum Strand von Aliki gehen.

Etwa 40 Minuten später wurden die Menschen in Trypiti, Glyfa, Pyrgaki und Aspro Chorio dazu aufgerufen, sich nach Dryos zu begeben.

Der stellvertretende Bürgermeister für Zivilschutz von Paros, Christos Giourtzidis, sagte dem Sender SKAI, einige Bewohner hätten sich zunächst geweigert, ihre Häuser zu verlassen, weil sie ihre Tiere nicht zurücklassen wollten.

Nach seinen Angaben wurden bereits mindestens zwei landwirtschaftliche Betriebe zerstört. Ein vollständiger Überblick über die Schäden liegt aber noch nicht vor.

Verstärkte Boden- und Luftkräfte im Einsatz

Aus der Luft unterstützen zwei Löschflugzeuge und fünf Hubschrauber die Brandbekämpfung. Weitere Luftmittel stehen bereit und können bei Bedarf kurzfristig aktiviert werden.

Verstärkung für die Bodentruppen kommt von Feuerwehrleuten und Fahrzeugen aus Attika, Syros, Naxos und Piräus. Weitere 20 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen sollten per Fähre aus Rafina anreisen.

Auch Freiwillige helfen bei der Brandbekämpfung, ebenso zwei Tanklöschfahrzeuge und eine Baumaschine der Gemeinde Paros. Die Gesamtkoordination liegt beim stellvertretenden Chef des Feuerwehrkorps.

Unwegsames Gelände und starke Winde

Das Feuer hatte sich durch Schluchten und Bergregionen gefressen, die Fahrzeuge kaum erreichbar sind. Nach Informationen des Zivilschutzes von Syros, die lokale Medien verbreiteten, lag eine der aktiven Fronten in einer großen Schlucht unterhalb des Gebiets Agioi Pantes.

Der stellvertretende Sprecher des Feuerwehrkorps, Giannis Artopios, bezeichnete den Brand als „schwierig“. Die Nordwinde mit einer Stärke von sechs bis sieben Beaufort sorgten für starken Funkenflug und ließen neue Feuerherde abseits der Hauptfront entstehen.

Der Bürgermeister von Paros, Konstantinos Bizas, warnte nach Angaben von www.paros24.gr , dass der Wind weiter zunehmen dürfte. Böen könnten lokal auf bis zu acht Beaufort ansteigen. Für Mittwoch war Paros in die Gefahrenstufe 3 eingestuft, die einem hohen Waldbrandrisiko entspricht.

Zur Klärung der Brandursache ist die Spezialeinheit zur Aufklärung von Brandstiftungsdelikten in den Kykladen eingeschaltet worden. Zunächst war nicht bekannt, wodurch das Feuer ausgelöst wurde.

Weitere Quellen • PARIANOSTYPOS.GR, FONITISPAROU.GR, PAROS24.GR,

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