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Island weist 21 Walfang-Gegner aus und verhängt Einreiseverbote

Arbeiter zerlegen einen großen Finnwal in Hvalfjordur, am 22. Oktober 2006
Arbeiter zerteilen einen großen Finnwal in Hvalfjordur, 22. Oktober 2006 Copyright  AP Photo
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Von Gavin Blackburn
Zuerst veröffentlicht am
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Auf Island ist der umstrittene kommerzielle Walfang erlaubt. Die Insel zählt zu den wenigen Ländern weltweit - wie auch Norwegen und Japan.

Island hat die Ausweisung von 21 Walfang-Gegnern angeordnet. Die Aktivisten werden seit vergangener Woche in Reykjavik festgehalten. Ihr Schiff war beschlagnahmt worden, als sie ein Walfangschiff verfolgten. Das teilte die Polizei am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP mit. Island hatte Ende Juni den Walfang wieder aufgenommen.

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Die Bandero, ein Schiff einer Stiftung unter Leitung des Tierschutzaktivisten Paul Watson, wurde vor der Küste des Inselstaates von den isländischen Behörden geentert. Zuvor hatte das Schiff die Arbeit eines der letzten Walfangschiffe Islands, der Hvalur 9, behindert.

„Allen Besatzungsmitgliedern der Bandero liegt inzwischen der Beschluss über ihre Ausweisung und ein Wiedereinreiseverbot vor“, sagte Polizeisprecher Gunnar Runar Sveinbjornsson in einer E-Mail an AFP.

Sie wollten eigentlich das Walfangschiff rammen

Ein Besatzungsmitglied der Bandero berichtete, die Aktivisten hätten zunächst geplant, das Walfangschiff zu rammen. Sie seien jedoch zu langsam gewesen und hätten stattdessen ein Schlauchboot zu Wasser gelassen, um ein Netz auszubringen, das die Propeller des Walfangschiffs beschädigen sollte. Auch dieser Versuch scheiterte.

Die isländische Polizei wirft den Aktivisten „mutmaßliche Verstöße gegen das internationale Seerecht und Gefährdung der Sicherheit auf See“ vor. Sie verlangt ihre Ausweisung und ein Verbot ihrer Rückkehr nach Island.

Ein Schiff der isländischen Küstenwache, aufgenommen vom Protestschiff Bandero, 30. Juli 2026
Ein Schiff der isländischen Küstenwache, aufgenommen vom Protestschiff Bandero, 30. Juli 2026 AP Photo

An Bord der Bandero befanden sich laut einer Liste der Captain Paul Watson Foundation Aktivistinnen und Aktivisten aus den USA, Brasilien, Frankreich und Spanien.

Der 76-jährige Kanadier Paul Watson selbst war nicht an Bord.

Die Besatzung war im Hafen von Reykjavik auf das Schiff beschränkt. Die Polizei erklärte am Mittwoch, sie dürfe es nun verlassen.

Die Stiftung erklärte, ihr Schiff habe sich in internationalen Gewässern befunden, als die Behörden es geentert haben.

Sie bezeichnete die Festhaltung der Besatzung als überzogen und kritisierte die Beschlagnahme ihrer Mobiltelefone.

Island gehört zu den wenigen Ländern, die kommerziellen Walfang noch erlauben. Norwegen und Japan sind die beiden anderen.

Die Regierung Islands will im Herbst einen Gesetzentwurf vorlegen, der den Walfang verbieten soll.

Weitere Quellen • AFP

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