Die ersten Prognosen zeigen, dass Die Linke vor der CDU liegt. In der CDU-Parteizentrale berät derweil Bundeskanzler Merz mit der Parteispitze und will in Kürze eine Erklärung abgeben.
Nicht nur die Berliner CDU beobachtet die Prognosen mit Argusaugen, auch die Bundesparteispitze ist in der Zentrale in Berlin zusammengekommen, allen voran Bundeskanzler Friedrich Merz.
CDU und die Linke haben den letzten Umfragen zufolge zwar die Nase vorn, doch mit wenig Abstand folgt darauf die AfD. Die Grünen und die SPD schaffen wohl sicher den Einzug in das Abgeordnetenhaus, spielen aber nicht so weit vorne mit. Insbesondere die SPD scheint mit Verlusten rechnen zu müssen.
Damit könnte es eng werden für die bisherige Regierung im Abgeordnetenhaus. Für eine schwarz-rote Koalition aus CDU und SPD reichen die Stimmen der Wähler in den aktuellen Umfragen nicht aus, mehrere Szenarien sind möglich: darunter Schwarz-Rot-Grün oder Rot-Rot-Grün.
Das Umfrage-Institut Infratest dimap kommt in Berlin für die Parteien CDU, SPD und BSW auf das gleiche Ergebnis wie die Forschungsgruppe Wahlen. Allerdings liegt die AfD mit 16 Prozent deutlich weiter vorn, die Linke wird mit 24,5 Prozent und die GRünen mit 15 Prozent ausgewiesen.
Welche Themen bewegen die Hauptstadt Deutschlands?
Der bisher amtierende erste Bürgermeister Kai Wegner hat nach monatelanger Kritik an seinem Umgang mit dem Stromausfall im Januar, bei dem mehrere Tausend Haushalte über mehrere Tage vom Stromnetz abgeschnitten waren, einen Schlussstrich gezogen. Stattdessen ist für die CDU Jan Evers als Spitzenkandidat angetreten.
Die CDU-Bundesspitze ist indes mit Bundeskanzler Friedrich Merz bereits um 17 Uhr in der Berliner Parteizentrale zusammengekommen, um über die Wahlergebnisse sowohl in Mecklenburg-Vorpommern als auch in Berlin zu beraten, wie Deutschlandfunk berichtet. Zuvor ist die Debatte um einen Personalwechsel in den Fokus gerückt. Ob sie bei dem formellen Treffen trotz zuletzt nachdrücklichem Rückhalt erneut gestellt wird, ist abzuwarten.
Die ersten Hochrechnungen erwartet der Bundeswahlleiter gegen 19:30 Uhr. Zuvor basieren die Prognosen auf Umfragen unter den Wählern direkt nach ihrem Gang zur Urne.