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2026: Frankreichs heißester Sommer - Umweltministerin legt Bilanz vor

Place de la Concorde in Paris während einer der Hitzewellen, 29. Juli 2026
Place de la Concorde in Paris während einer der Hitzewellen, 29. Juli 2026 Copyright  (AP Photo/Aurelien Morissard)
Copyright (AP Photo/Aurelien Morissard)
Von Etienne Paponaud mit AFP
Zuerst veröffentlicht am
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Das Land erlebte in diesem Sommer 53 Hitzetage – ein bislang einmaliger Wert, mit besonders hohen Temperaturen von Juni bis August. Die Umweltministerin ruft zu mehr Gegenmaßnahmen auf.

Frankreich hat im Jahr 2026 den bislang heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Das Land litt unter Hitzewellen, Trockenheit und großflächigen Waldbränden, wie Umweltministerin Monique Barbut am Donnerstag mitteilte.

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"Wir haben gerade den heißesten Sommer seit Beginn der Messungen im Jahr 1900 erlebt", sagte Barbut bei der Vorstellung der sommerlichen Klimabilanz, die für Meteorologinnen und Meteorologen die Monate Juni bis August umfasst.

Damit reiht sich Frankreich neben Belgien und Großbritannien in die Staaten ein, die ihren bislang heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen verzeichnen. Die Saison hat Europa stark belastet. Kein anderer Kontinent erwärmt sich so schnell wie Europa.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sehen im menschengemachten Klimawandel die Ursache dafür, dass extreme Wetterereignisse häufiger und heftiger auftreten.

Frankreich wurde von mehreren schweren Hitzewellen getroffen. Ende Juni erreichte eine von ihnen eine bisher unerreichte Intensität.

Eine weitere Hitzewelle von Ende Juli bis in den August hinein stellte mit 23 Tagen die Rekordmarke für die längste Hitzewelle des Landes ein. Zuvor hatte der Rekord aus dem Jahr 1983 bestanden.

In dieser Zeit verwüsteten mehrere große Waldbrände das Land. "Ende August hatten Waldbrände bereits eine Fläche zerstört, die sechsmal so groß war wie der Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre", bilanzierte Barbut.

Der Wetterdienst Météo-France meldete am Donnerstag, dass es in diesem Sommer 53 Tage mit offizieller Hitzewarnung gab, ein "völlig beispielloser Wert".

"Der Sommer 2026 wird in die Annalen eingehen", sagte die Ministerin.

Appell zur Senkung der Treibhausgasemissionen

"Die entscheidende Frage ist nun, wie wir uns an diesen Sommer erinnern … Als ersten einer langen Reihe von Rekordsommern. Oder als Wendepunkt, an dem wir die Herausforderung von Anpassung und Minderung angenommen und die Treibhausgasemissionen gesenkt haben", plädierte sie für mehr Klimaschutz.

Ende Juli hatte Premierminister Sébastien Lecornu die Umweltministerin mit der Ausarbeitung zusätzlicher Maßnahmen beauftragt. Diese sollen die Umsetzung des nationalen Anpassungsplans Frankreichs an den Klimawandel beschleunigen.

Am Donnerstag kündigte Barbut Ergebnisse "bis Ende September" an, darunter einen neuen Finanzierungsplan für fünf Jahre.

Die Hitzewellen haben in ganz Europa Menschenleben gekostet. Die französischen Behörden registrierten Tausende zusätzliche Todesfälle.

Nicht nur in der französischen Hauptstadt, in der nur wenige Wohnungen über Klimaanlagen verfügen, klebten manche Bewohnerinnen und Bewohner Rettungsdecken aus Aluminium mit Klebeband an ihre Fenster, um sich vor der Sonne zu schützen.

Schulen schlossen vorübergehend, und Ventilatoren sowie Klimageräte wurden massenhaft gekauft.

"Bis zum nächsten Sommer werden wir nicht alle Schulen saniert haben", räumte Barbut ein, "aber wir können zumindest Rollläden und Ventilatoren installieren lassen". Sie sprach von "Situationen, auf die wir hätten besser vorbereitet sein können".

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