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Renzi: Wir sind Zeugen eines Massakers im Mittelmeer

Renzi: Wir sind Zeugen eines Massakers im Mittelmeer
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Von Euronews
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Was sich diesen Sonntag vor der Küste Libyens abspielt, gilt als größte Katastrophe seit Beginn der Flüchtingsproblematik im Mittelmeer. Es wird

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Was sich diesen Sonntag vor der Küste Libyens abspielt, gilt als größte Katastrophe seit Beginn der Flüchtingsproblematik im Mittelmeer. Es wird befürchtet, dass mindestens 700 Menschen ertrunken sind. Ihr Boot war gekentert. Mit Hubschraubern und rund 20 Schiffen geht die Suche nach Überlebenden weiter. Bisher konnten nach Angaben der italienischen Küstenwache 28 Passagiere gerettet werden. Unterdessen bergen die Retter weiter Leichen.
In den vergangen Wochen waren so viele Flüchtlinge wie selten zuvor übers Mittelmeer nach Italien gelangt, einige sogar mit schrecklichen Verbrennungen.

Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi forderte Konsequenzen

Der italienische Regierungschef sagte: “Tagtäglich werden wir Zeugen eines Massakers im Mittelmeer, mit unendlichem Leid so vieler Männer und Frauen. Und wir geben vor, das zu vergessen.”

Auf Twitter verlangte Matteo Renzi auch ein Ende des Menschenhandels.

Il problema non è il controllo del mare, ma distruggere i trafficanti di uomini, i nuovi schiavisti del XXI secolo #Mediterraneo

— Matteo Renzi (@matteorenzi) April 19, 2015

Auch Frankreichs Präsident Francois Hollande reagierte betroffen: “Wir sind besorgt. Das Mittelmeer ist das gemeinsame Meer zwischen Afrika und Europa. Wir müssen handeln. Ich habe um eine Dringlichkeitssitzung aller Innen- und Außenminister gebeten.”

Beratungen in Luxemburg am Montag

Wie die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini inzwischen mitteilte, werden die EU-Außenminister diesen Montag in Luxemburg über die Flüchtlingstragödie beraten. Das Thema Einwanderung stehe auf der Tagesordnung.

Geborgene Tote der Tragödie sollen auch von der italienischen Küstenwache nach Malta gebracht werden, wie die MALTA TIMES meldet.

Muscat to discuss migrants crisis with Renzi, corpses may be brought to Malta as search for… http://t.co/qnL9HRV3rtpic.twitter.com/MaRiKIMy6S

— Times of Malta (@TheTimesofMalta) April 19, 2015

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