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Privataudienz im Vatikan: Castro dankt Papst für Vermittlung mit USA

Privataudienz im Vatikan: Castro dankt Papst für Vermittlung mit USA
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Papst Franziskus hat den kubanischen Staatschef Raúl Castro zu einer Privataudienz im Vatikan empfangen. Während des etwa einstündigen Gesprächs bedankte sich Castro, eigenen Angaben nach, für die Rolle des Papstes bei der Wiederannäherung zwischen Kuba und den USA.

Raul Castro, der Bruder des kubanischen Revolutionsführers Fidel, überreichte dem Papst anschließend ein Gemälde des kubanischen Künstlers Kacho sowie eine Gedenkmedaille.

Bei einer anschließenden gemeinsamen Pressekonferenz mit dem italienischen Regierungschef Matteo Renzi zeigte sich Castro beeindruckt von Franziskus’ weltlichem Engagement: Wenn der Papst weiter solche Reden halte, überlege er, wieder in die Katholische Kirche einzutreten, sagte Castro, der einst eine Jesuitenschule besuchte.

Bei den Ende des vergangenen Jahres wiederaufgenommenen Gesprächen zwischen Havanna und Washington spielten der Papst als Mittelsmann und die Diplomaten des Vatikan eine entscheidende Rolle.

Die Katholische Kirche hielt auch nach der kubanischen Revolution Beziehungen mit Kuba aufrecht, mehrfach gab es gegenseitige Besuche. Papst Franziskus will Ende September nach Kuba reisen.

Die spanische Presse verfolgte die Castros Besuch im Vatikan mit besonderer Aufmerksamkeit.