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Steinmeier will Migrantenstrom durch EU-Finanzhilfen für Herkunftsländer stoppen

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Von Christoph Debets mit Reuters, dpa
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Eine Lösung des Migranten-Problems kann sich nach Ansicht des deutschen Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier nicht auf Rettungs- und Grenzschutzaktionen im Mittelmeer beschränken.

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Europäische Kriegsschiffe haben im Mittelmeer erneut mehre tausend illegale Einwanderer aufgegriffen. Die deutsche Fregatte “Hessen” nahm nach Angaben der Bundeswehr mehr als 200, das britische amphibische Landungsschiff “HMS Bulwark” fast 450 Migranten auf. Die Menschen wurden in sizilianischen Häfen den italienischen Behörden übergeben.

Eine Lösung des Migranten-Problems kann sich nach Ansicht des deutschen Bundesaußenministers Frank-Walter Steinmeier nicht auf Rettungs- und Grenzschutzaktionen im Mittelmeer beschränken.

“Wir müssen beim Thema Migration an die Wurzeln des Problems gehen. Und das sind in der Regel die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse in den Ländern, aus denen Flüchtlinge kommen. Dazu wird es verstärkte Aktivitäten, Engagement, auch finanzielles Engagement seitens der EU in Zukunft geben müssen. Wir werden mit dem Problem kaum umgehen können, mittel- und langfristig, wenn es uns nicht gelingt, Länder wie Libyen, die missbraucht werden, von Schlepperbanden, zu stabilisieren”, sagte Steinmeier zum Abschluss des NATO-Außenministertreffens im türkischen Antalya.

Seenotrettung Mittelmeer: Fregatte Hessen nimmt erneut Schiffbrüchige auf http://t.co/4SCJ4N7djtpic.twitter.com/KWyAJHvdDS

— David Bober (@mrdavidboberesq) 14. Mai 2015

Die britische Innenministerin Theresa May hatte sich am Mittwoch dafür ausgesprochen, Flüchtlingsboote auf dem Mittelmeer künftig zurückzuschicken. Nach Schätzung der UN haben in den ersten fünf Monaten dieses Jahres 60.000 Migranten versucht über das Mittelmeer illegal nach Europa zu gelangen.

Weiterführende Links

Fregatte "Hessen" (F221)

"HMS Bulwark" (L15)

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